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Pension Sandner in der Freyung wird nach 20 Jahren Leerstand saniert – Dahinter kommt ein Neubau

Pension Sandner 02

Sanierung und Neubau - Der Bausenat stimmte beiden Vorhaben zu.

Die Hausnummer 627 in der Freyung gehört derzeit sicherlich zu den Schandflecken in Landshut. Seit 20 Jahren verwahrlost diese Adresse gleich vis a vis der Jodokskirche. Auf dem Kamin wächst sogar schon ein keines Bäumchen empor. Doch nun soll alles anders werden. Allerdings gibt es dabei auch eine Kröte zu schlucken, denn hinter der Pension Sandner soll auch ein Neubau entstehen, der dort eigentlich gar nicht gebaut werden dürfte.

Für die Verwaltung führte Elisabeth Oberpriller, Sachgebiet Sanierungsstelle, an, dass das rückwärtige Bauvorhaben im Sanierungsgebiet II liegt. Darin wird die gestalterisch unkontrollierte Bebauung an der historischen Stadtmauer kritisiert und die daher wenig ansprechende Gesamtansicht des Stadtteils vom Burgberg aus bemängelt. Daher wollte es Stadträtin Elke März-Granda nochmal genau wissen: „Der Beschlussvorschlag ist konträr zu den Sanierungszielen des Areals“, fragte sie nach. Elisabeth Oberpriller antwortete kurz und knapp: „Ja, das ist korrekt“.

Im Detail geht es darum: Die Pfarrkirchenstiftung St.Jodok will den 1909 gebauten Pfarrsaal hinter der Pension Sandner abreißen, die Pension, ein Haus das aus 1479 datiert, sanieren und dahinter ein weiteres zweigeschossiges, 12 Meter hohes und 16 Meter langes Haus bauen. In beiden Gebäuden sollen 16 bis 18 Wohnungen entstehen, davon sechs bis acht Sozialwohnungen.

Ein „No go“ für Standtrat Tilmann von Kuepach, von Beruf Fachanwalt für Baurecht. Der hintere Teil hat frei zu bleiben, diese massive Bebauung ist abzulehnen, die Kirche hat eine besondere Verantwortung, so seine Kritik. Auch will er nicht, dass hier ein Interessenskonflikt entsteht, nur weil die Kirche mit der Sanierung der Pension Sandner lockt, sollte deshalb kein automatisches „Ja“ für den massiven Neubau im Hintergrund erwartet werden.

Pension Sandner

Hinter der Pension Sandner entsteht ein Neubau. Dazu wird der alte Pfarrsaal an der Stadtmauer abgerissen. Die Eiche soll erhalten bleiben.

Elke März-Granda sah dies genauso: „Wir sanieren Sandner, wenn wir dahinter bauen dürfen.“ Ein Deal, von dem sie nicht begeistert ist. Für BfL-Stadtrat Bernd Friedrich stellt dies kein Problem dar, „wenn der Eigentümer sagt, wir sanieren, wenn wir hinten bauen dürfen.“ Städtebaulich hat das Rückgebäude für ihn keine Bedeutung. „Wenn wir überall verweigern, treiben wir die Preise für’s Wohnen nur noch weiter nach oben“, fügte er noch an.

Auch für Oberbürgermeister Alexander Putz ist alles gut. Soziale Wohnungen, Tiefgarage und Sanierung. So sieht er es als vertretbar an, dass der hintere Teil bebaut wird. Zu dem erhaltenswerten Baum im Garten meinte er: „Ich stehe eher für die Wohnungen als für die Eiche.“

Letztendlich blieben Elke März-Granda und Tilmann von Kuepach ihrer Linie treu und stimmten gegen das Vorhaben.

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