
Ruth Müller (Mitte) und die Kandidierenden (v. l.) Hans Seidl, Rosmarie Schmid, Martin Strasser, Angelika Scheuchl, Birgit Wegener und Hans Wagner
Furth – pm (29.01.2026) „Für das gute Miteinander in unserer Gemeinde Furth spricht es, dass sowohl der amtierende Bürgermeister Andreas Horsche zusammen mit Gemeinderatskandidierenden anderer Parteien und Pfarrer Martin Popp den Wahlauftakt der SPD besuchen“, begrüßte Kreis- und Gemeinderatskandidat Martin Strasser die Gäste am Montagabend im Gasthaus Da´ Allegro im Sportheim. Bei der Kommunalwahl am 8. März wird es in diesem Jahr in Furth nämlich wieder eine SPD-Liste geben.
Strasser, der für den Gemeinderat auf Platz 1 kandidiert, seien insbesondere die örtliche Infrastruktur, wie er an einigen Beispielen wie z.B. der aktuellen B299-Planung, die Arth entlasten, aber Furth nicht belasten solle, erläuterte. Auch der Ausbau des Glasfasernetzes sei voranzutreiben, um nicht digital abgehängt zu werden. Ebenso will er die Zusammenarbeit mit den Vereinen pflegen, in denen wichtige ehrenamtliche Arbeit stattfinde.
Angelika Scheuchl, die auf Platz 2 kandidiert, brach in ihrer Rede eine Lanze für Kinder und Jugendliche und machte das am Beispiel des Schulfruchtprogramms deutlich: „Seit über zehn Jahren organisiere ich dieses Angebot für unsere Schulen und KiTas und sehe, wie wichtig es ist, dass sich Kinder und Jugendliche gesund ernähren“, so Scheuchl. Auf EU- und Landesebene wird das Programm gekürzt und sie will nun den Gemeinderat davon überzeugen, hier stärker einzusteigen.
Der 24-jährige Student Aziz Kaplan, der auf Platz 3 antritt, konnte zwar wegen der anstehenden Prüfungen nicht selbst anwesend sein, betonte aber in seiner Audiobotschaft, dass er eine zusätzliche Möglichkeit schaffen möchte, die unterschiedlichen Stimmen und Meinungen aller Bürgerinnen und Bürger einzufangen. Dies könne durch eine offene Feedback-Box realisiert werden, die einen Raum für Kritik, Lob und neue Vorschläge ermögliche. Außerdem erklärte er: „Junge Menschen sollen nicht nur dabei sein, sondern aktiv gehört werden und mit entscheiden können in einem generationenübergreifenden Miteinander.“
„Mit diesen drei Kandidierenden wird deutlich, dass sich die SPD als soziale Kraft im Further Gemeinderat einbringen will“, stellte Hans Wagner, der als Vorsitzender des Ortsvereins Altdorf die Parteimitglieder betreut, für die SPD Furth fest.
Den Bogen zwischen Landes-, Gemeinde- und Kreistagspolitik spann im Anschluss Ruth Müller, die als Landrätin im Landkreis Landshut antritt. In ihrer Rede machte sie deutlich, wo ihre Schwerpunkte liegen und welche Erfahrungen sie für dieses Amt mitbringt: „30 Jahre Berufserfahrung in der Privatwirtschaft, 30 Jahre ehrenamtliche Kreisrätin und zwölf Jahre Abgeordnete im Bayerischen Landtag – und dazu viele überparteiliche Ehrenämter wie Schirmherrin des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes oder Mitglied der Landessynode – haben mich geprägt“, so Müller. Deshalb wolle sie die Wirtschaftspolitik im Landkreis Landshut zur Chefsache machen, um in den Gemeinden stabile Finanzen zu sichern.
Den Transformationsprozess in der Industrie wolle sie zusammen mit dem Innovations- und Kraftpaket, das in der Landshuter Hochschule vorhanden sei, zum Erfolg machen. Und aus ihrer Erfahrung im Ausschuss für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag wisse sie um die Herausforderungen der Krankenhaus-Politik. Die Fusion der Krankenhäuser in Stadt und Landkreis Landshut werde einige Doppelstrukturen abbauen, aber dafür Chancen für neue Fachrichtungen – wie z. B. Augenheilkunde oder Dermatologie eröffnen. „Ich will, dass die Fusion für unsere Bürgerinnen und Bürger Vorteile bringt und die Beschäftigten weiterhin sichere Arbeitsplätze haben“, betonte Müller. Sie kenne den Landkreis Landshut in seiner gesamten Vielfalt und aus ihren Besuchen bei Behörden, Schulen und Unternehmen in den letzten Jahrzehnten und könne als Landrätin nahtlos an ihre bisherige Arbeit anknüpfen.
Das Stichwort „Schule und Bildung“ nahm dann auch Kreistagskandidatin Birgit Wegener (Platz 11) auf und betonte, wie wichtig es sei, in unsere Kinder und Jugendlichen zu investieren. Aus ihrer langjährigen Erfahrung nicht nur als Lehrerin am Maristen-Gymnasium, sondern auch als Beratungslehrkraft sei sie mit den unterschiedlichsten Institutionen gut vernetzt und wisse, was Familien bewege. Diese Erfahrungen möchte sie in den Kreistag einbringen. „Vor allem die Unterstützung und Förderung der jungen Generation hin zu Eigenverantwortung, Solidarität und demokratischer Mitgestaltung liegen mir am Herzen“, so Wegener, „denn diese wird unsere Gesellschaft in der Zukunft prägen.“
Aus den Nachbargemeinden waren neben dem Bürgermeisterkandidaten Hans Wagner auch Hans Seidl aus Altdorf sowie Rosmarie Schmid aus Rottenburg zu Gast, die sich ebenfalls vorstellten.
Die SPD Furth wird in den nächsten Wochen noch einige Vor-Ort-Aktionen durchführen, die rechtzeitig in der Zeitung bekanntgegeben werden.

