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Florian Völker: Das Ziel des Cheftrainers der Roten Raben - und sein wichtigster Wunsch für die neue Saison

raben trainer interviewRaben-Cheftrainer Florian Völker  - Foto Andreas Geißer

Vilsbiburg - pm (02.10.2020) Gerade einmal 24 Jahre alt war Florian Völker, als er sich entschloss, einen Schlussstrich unter seine Karriere als Volleyball-Bundesligaspieler zu ziehen. Er tat dies aus freien Stücken und hatte einen guten Grund dafür: „Ich wollte Trainer sein!“ Dass der damalige Zuspieler von Chemie Volley Mitteldeutschland diese Entscheidung wohlüberlegt traf und von ihrer Richtigkeit schon damals absolut überzeugt war, ist klar zu spüren, wenn man mit ihm anno 2020 darüber spricht. - Wie die Rückschau auf die vergangenen fünf Jahre zeigt, hat „Flo“ Völker bereits als junger Coach einen ebenso erfolgreichen wie zielstrebigen Weg absolviert – und nun mit 29 bei einem etablierten Erstligisten mit nachhaltigen Ambitionen angeheuert: bei den Roten Raben Vilsbiburg.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn trainierte der 1,94 Meter große frühere Junioren-Nationalspieler zunächst die Zweitliga-Damen des Köpenicker SC, ehe er quer durch Deutschland zum VC Offenburg wechselte. Dort machte Florian Völker richtig Furore und holte mit dem VCO 2018 und 2019 jeweils die Meisterschaft in der 2. Liga Süd (bei nur einer Niederlage in zwei Jahren).

Der Aufstieg in die Bundesliga blieb Trainer und Team jedoch verwehrt, weil die finanziellen Voraussetzungen am Standort Offenburg fehlten. Als der Meistercoach indes ein Angebot aus Erfurt bekam, öffnete sich für ihn doch die Tür in die Erstklassigkeit. Den faktischen Tabellenletzten der vorangegangenen drei Spielzeiten führte Völker bis zum coronabedingten Saisonabbruch auf Platz 10. Sein Fazit nach dem ersten Bundesligajahr: „Wir standen nie auf einem Abstiegsplatz, hätten aber durchaus noch ein paar Punkte mehr holen können. Unter dem Strich, denke ich, war es ein Schritt nach vorne für den ganzen Verein.“

Wenn dieser letzte Satz im Frühjahr 2021 auch Teil der Analyse von Florian Völkers Auftaktsaison im RabenNest wäre, hätte bestimmt niemand in Vilsbiburg etwas dagegen. Der Trainer nimmt die neue Herausforderung mit einem Mix aus Realismus und Optimismus in Angriff: Klar sei die Liga eng und die Konkurrenz stark, „aber ich traue uns viel zu – auch, dass wir mal die Großen ärgern“.

Als Ziel nennt Völker „das obere Tabellenmittelfeld“, konkret: „besser als Platz 6“. Und wenn die Raben mit der Ausgangsposition in die Playoffs gehen, „dann wollen wir auch ins Halbfinale“, fügt er hinzu. Über allem stehe freilich in Zeiten von Corona, „dass wir alle durch die Saison durchkommen und sie abschließen können“. Das, sagt Florian Völker, „ist mein wichtigster Wunsch“.

Wie würde sich der Neu-Vilsbiburger als Trainertyp charakterisieren? „Offene Kommunikation“ ist sein Credo – „ehrlich“ mit den Spielerinnen zu sprechen und ihnen Dinge „konkret zu erklären“. Der Coach will die Mannschaft von seiner Philosophie überzeugen und auf dem Feld „intelligente, smarte Lösungen“ sehen.

Wenn sich seine Gedanken mal nicht um Volleyball drehen, „dann unterhalte ich mich mit meinen Co-Trainern Rebekka und Akis über das Leben und die Welt“, erzählt Flo Völker, dessen Familie bei Leipzig und dessen Freundin in Berlin lebt. Als Hobby vor Ort in Vilsbiburg hat er rasch das Golfen schätzen gelernt: „Einfach rausgehen und den Kopf freibekommen – das genieße ich!“

Vogginger

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