
Bürgermeisterin Patricia Steinberger begrüßte die rund 300 Gäste und Ehrengäste zur Einweihung des Slavko-Oblak-Skulpturengartens. - Foto: W. Götz
Landshut – gw (26.06.2026) Am vergangenem Samstag wurde die Kunst- und Skulpturenstadt Landshut um einen weiteren kulturellen Höhepunkt dauerhaft erweitert. Es fand die feierliche Eröffnung und Einweihung des Slavko-Oblak-Skulpturengartens im Stadtpark statt. 13 Exponate des 1934 in slowenischen Bled geborenen Künstlers schmücken seitdem den Stadtpark Ost. Realisiert wurde das Projekt auf eine Initiative von Stadtrat Ludwig Zeller.
1957 begann Slavko Oblak das Studium der Bildhauerei in München und ließ sich 1965 mit seiner Frau Irmgard und seinem Atelier in Siegerstetten bei Landshut nieder. Jeder in Landshut kennt Slavko Oblaks Kunst, wie etwa die „Herbstblume“ an ihrem prädestinierten Standort am Ländtor oder die "Kopfstele" vor der Sparkasse am Bischof-Sailer-Platz. Oblak selbst hielt sich aber immer „vornehm“ im Hintergrund.

Der Künstler stiftet sein Lebenswerk als Geschenk an die Stadt.
Als bekannt wurde, dass der heute 93-jährige Künstler einen Großteil seines Schaffens der Stadt Landshut mit einer Schenkung überlassen möchte, stellte Stadtrat Ludwig Zellner am 22. August 2024 einen Antrag an den Stadtrat. Sein und das Ziel der Mitunterzeichner lag darin, mit der Schenkung einen Slavko-Oblak-Skulpturengarten in Landshut zu realisieren.
So wurde ein Standort am Hofberg nahe des Grillwegs ins Auge gefasst, um dort den Skulpturenpark mit einem Bienenlehrpfad zu kombinieren. Dieses Ansinnen wurde auf Grund der hohen zu erwartenden Kosten schnell wieder verworfen. So wurde ein neuer Standort gleich von der Mühleninsel kommend über den Kleinen Isarsteg im Stadtpark Ost.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger zusammen mit Irmard und Slavko Oblak.
Bürgermeisterin Patricia Steinberger fand bei ihrer Begrüßung am Samstag die passenden Worte dazu. „Kunst gehört mitten unter die Menschen, wie hier im Alwin-Lang-Stadtpark, um Slavko Oblak zu erleben. Weiter nannte sie die Schenkung „eine große Wertschätzung gegenüber der Stadt“ … „eine Schenkung eines außergewöhnlichen Künstlers für Begegnung, Inspiration und kulturelle Teilhabe.“
Dr. Thomas Haslinger, Oberbürgermeister der Stadt Landshut, danke in seinen Worten Ludwig Zellner für sein Engagement, das den Skulpturengarten entstehen ließ und nannte das Projekt „eine Ehre für die Stadt.“ Der OB sprach den Wunsch aus, „dass viele Menschen von dem Geschenk und der hier gezeigten Kunst partizipieren.“ Sein Wunsch für die Zukunft lautet, dass die Stadt Slavko Oblaks Werk auch international zeigen soll.

Der Skulpturengarten umfasst insgesamt 13 Werke des in Slowenien geborenen Künstlers.
Benedikt Schramm, Leiter der Abteilung Kultur in der Stadt Landshut und die Kuratorin der Oblak-Ausstellung in der Heilggeistkirche, Noemi Frattini, erinnerten an die große Vergangenheit und die großen Namen, die Landshut als Skulpturen- und Bildhauerstadt auszeichnen, wie etwas Hans von Burghausen, Hans Leinberger und natürlich Fritz Koenig. Mit Slavko Oblak kommt nun ein weiterer bedeutender Künstler hinzu.
So zeigt der Skulpturengarten nicht nur Slavko Oblaks Lebenswerk, sondern auch seine tiefe Verbundenheit zur Stadt Landshut mit Formen aus der Natur, die sich in den Stadtpark einfügen.
Stiftpropst Msgr. Dr. Franz Joseph Baur und Dekanin Dr. Nina Lubomierski nahmen die kirchliche Weihe vor. In ihren einleitenden Worten sprachen sie von einem Garten Eden, der die Harmonie zwischen Schöpfung und Schöpfer verbinden soll.

Stadtrat Ludwig Zellner (r.) war der Motor zur Realisierung des Projekts. Hier zusammen mit Slavko Oblak vor der Skulptur "Zyklame"
Bemerkenswert auch die Geschichte zur Entstehung des Oblak-Skulpturengartens im Stadtpark. Nach seinem Antrag leistete Stadtrat Ludwig Zellner viel Überzeugungsarbeit im Rathaus, wie bei Ex-OB Alexander Putz, seinen Stadtratskollegen und in den verschiedenen Referaten und Fachabteilungen. Dann folgte ein informeller Besuch bei Irmgard und Slavko Oblak in Siegerstetten mit anschließenden Beratungen und Beschlüsse im Kultursenat und in der CSU-Fraktion.
Für die Stadt Landshut war die Installation des Skulpturengartens kostenneutral. Das heißt, der Haushalt wurde dadurch nicht belastet. Bei der feierlichen Eröffnung galt der Dank aller Beteiligten unter anderem Architekt Markus Stenger für Planungen und finanzielle Unterstützung, Xaver Zehentbauer vom gleichnamigen Baugeschäft für die Fundamente sowie Bernhard Herrndobler, Leiter des Amts für Gebäudewirtschaft und Technischer Berater Bau beim THW. Das THW übernahm die Installation der Skulpturen.

