Sie alle unterstützen „Busse Baby“ aktiv: (v.l.) Siegfried Polsfuß, Martin Härtl, Birgit Würfel, Verena Putzo-Kistner, Prof. Dr. Frank Palme, Fabian Drasdo, Claus Nußrainer
Landshut (27.03.2017) Seit elf Jahren hat sich im Landshuter Bussystem nichts geändert. Mit mehr ÖPNV – gut gegen den Stau“ will nun ein breit angelegtes Bürgerbündnis das endlich ändern. Denn die Stadt wächst aber der öffentliche Nahverkehr entwickelt sich nicht weiter. Den Hauptbestandteil der Initiative bildet die Einführung eines 20-Minuten-Takt. Um das Bürgerbegehren dafür zeitgleich mit der Bundestagswahl (24.09.) zur Abstimmung zu stellen, sollen nun gut 3.500 Unterschriften gesammelt werden.
Den derzeitig Stand des Landshuter ÖPNV kann man getrost als suboptimal beschreiben. Im 30-Minuten-Takt verkehren die einzelnen Linien. Viel zu wenig sagen die Initiatoren des Bürgerbegehrens, allen voran der Grüne Stadtrat Prof. Dr. Frank Palme. Wenn Landshut wächst, muss auch der ÖPNV mitwachsen. Zusammen mit Ergolding. Altdorf und Kumhausen bildet die Drei Helmen Stadt eine Metropolregion mit über 100.000 Einwohnern – Tendenz steigend. Letztendlich gehört ein attraktiver ÖPNV zu einer attraktiven Stadt.
Das Wunschziel lautet 30 Prozent mehr Nahverkehr anzubieten, diesen besser untereinander zu vertakten und auch die Neubaugebiete, wie am Moniberg oder in Auloh anzufahren. Denn jedes Auto, das nicht auf der Straße rollt, entschärft die Verkehrssituation in Landshut, spart Parkplätze und macht den Verkehr flüssiger. So soll das Busnetz an die wachsende Stadt angepasst werden.
Ein um 30 Prozent besseres Bussystem bedeutet für Prof. Dr. Frank Palme nicht, dass die Kosten dafür um ebenfalls 30 Prozent steigen. Ganz im Gegenteil. Weniger Individualverkehr belastet die Straßen geringer, wodurch sich große Potentiale beim Straßenunterhalt einsparen lassen. Auch denkt Prof. Palme an kreativere Fahrscheine, wie die Bus-Flatrate. Zusätzlich zieht ein attraktiver ÖPNV auch mehr Fahrgäste an.
Den Leiter der Landshuter Stadtwerke und somit auch Chef der Verkehrsbetriebe, Armin Bardelle, wollen die Initiatoren als Partner sehen, um mit ihm den Nahverkehr auf den Prüfstand zu stellen und zu sehen, wo verbessert werden muss. Denn, so der Wunsch, soll der Bus als neue Freiheit zur Alternative Auto gesehen werden.
In Kürze geht dazu eine neue Homepage bussebaby.de an den Start. Dort gibt es Unterschriftenlisten, die man herunterladen kann. Zusätzlich werden Netzwerke via facebook und twitter gegründet. Einen ersten Infostand gibt es bereits am kommenden Samstag, 1. April, ab 10 Uhr in der Altstadt vor dem Rathaus.


