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Hochschule benötigt 2.000 m2 neue Laborflächen

Gespräch Hochschulpräsident Pörnbacher

Für eine attraktive (auch medizinische) Neuausrichtung der Hochschule Landshut: Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher (rechts) und MdB Florian Oßner. - Foto: Büro Oßner

Landshut - pm (11.12.2020) Ein Medizinstudiengang "Physician Assistance - Arztassistenz", neue Labore und Professorenstellen: Große Pläne hat der neue Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher seit seinem Amtsantritt Mitte November geschmiedet, um die Hochschule Landshut für die Zukunft zu rüsten.

Diese stellte er dem CSU-Bundestagsabgeordneten Florian Oßner in einem offenen Austausch vor und bat das Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags auch in Bezug auf benötigte Finanzmittel für die Umsetzung seiner Vorhaben um Unterstützung.

Laborbau hat Prio eins

An der Hochschule herrsche ein Mangel an Laboren bei allen Fakultäten, machte Prof. Dr. Pörnbacher den Direktabgeordneten für die Region Landshut aufmerksam. "Der Labor-Modulbau hat für mich Prio eins. Er ist essentiell für die weitere Entwicklung der Hochschule und der Region. Da die Hochschule Landshut in den vergangenen Jahren wesentliche Studiengänge insbesondere im technischen Bereich aus- und aufgebaut hat, benötigt sie zusätzliche Laborflächen, um den Studierenden eine praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen", informierte der Hochschulpräsident. Gleichzeitig habe die Hochschule überwiegend an den technischen Fakultäten Professorinnen und Professoren berufen. Mit einer modularen Bauweise könne man flexibel und schnell neue Räume für die Hochschule bauen und damit kostengünstig durchführen.

Insgesamt besteht ein Raumbedarf über 2.000 Quadratmetern für die Fakultäten Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und Informatik. Dafür werden Gelder aus dem Topf der Hightech Agenda plus des Bayerischen Wissenschaftsministeriums benötigt. Haushälter Oßner erkundigte sich nach der geschätzten Höhe der benötigten Finanzmittel. Konkret wären knapp über zehn Millionen Euro für das Bauvorhaben erforderlich, erläuterte Pörnbacher. Oßner sicherte ihm zu, sich bei den verantwortlichen Stellen stark zu machen. Darüber hinaus sollte eine Einbindung Landshuts in den geplanten "Medizincampus Niederbayern" unbedingt angestrebt werden, betonte Pörnbacher.

Neuer Studiengang Arztassistenz

Unabhängig davon möchte die Hochschule im Wintersemester des kommenden Jahres einen neuen Medizinstudiengang "Physician Assistance - Arztassistenz" starten. Diesen gibt es seit etwa einem Jahr an den Hochschulen Neu-Ulm und Amberg-Weiden. "Das Berufsbild Physician Assistant kommt ursprünglich aus den USA. Eine Arztassistenz ist mit einer akademischen Krankenschwester gleichzusetzen und entlastet unser Gesundheitssystem wesentlich", betonte Pörnbacher. Die Hochschule Landshut habe für die Einführung dieses Studiengangs "die besten Voraussetzungen". Pörnbacher: "Landshut hat eine strategisch gute Lage, da das Studierendeneinzugsgebiet den gesamten südostbayerischen Raum abdeckt. So würden auch Studierende zum Beispiel aus München nach Landshut kommen und mit dem erworbenen Fachwissen in der Region ansässig werden. Gleiches gilt für neue Professoren und Professorinnen. Außerdem haben wir bereits den weiterqualifizierenden Studiengang zur Hebamme."

"Die gesamte Region Landshut gewinnt damit ein Alleinstellungsmerkmal nicht nur für Studierende. Außerdem wird damit ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der flächendeckenden Gesundheitsversorgung geleistet und ist damit ein großer Mehrwert für unsere Bürger", ist Oßner überzeugt.

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