
Buchautor Stefan Schomann berichtete vor der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft (DCG), wie es gelang, Przewalski-Pferde zusammen mit dem Tierpark Hellabrunn vor dem Aussterben zu bewahren und in der Wüste Gobi erfolgreich auszuwildern.
Landshut – pm (19.10.2026) Im Modehaus Oberpaur in Landshut hat eine außergewöhnliche Lesung stattgefunden. Auf Initiative der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Wirtschaft, Bildung und Kultur e.V. stellte der Autor Stefan Schomann das bewegende Schicksal der letzten Wildpferde, die Przewalski-Pferde vor. Erst vor wenigen Tagen hat eine Großspende der Sparkassengruppe an den Münchner Tierpark Hellabrunn den Blick einmal mehr auf diese faszinierenden Urwildpferde gelenkt.
Nachdem die letzten Exemplare in freier Wildbahn ausgerottet worden waren, überlebte die Art mit knapper Not in Gefangenschaft. Hellabrunn spielte bei ihrer Rettung eine Schlüsselrolle; auch der Tiergarten Nürnberg trug später zu ihrer Wiederansiedlung rund um die Wüste Gobi bei. Heute gilt ihre Erhaltung als eine der größten Erfolgsgeschichten des Artenschutzes.
Schomann, selbst Münchner, ging in seiner Lesung auf die vielfachen Verbindungen zwischen Bayern und Fernost ein. Neben Hellabrunn leistete auch der Ebersberger Geschäftsmann Christian Oswald Pionierarbeit bei der Wiederansiedlung der Pferde in China und der Mongolei; in den achtziger Jahren übernahm dann Franz Josef Strauß die Schirmherrschaft über den deutsch-chinesischen Teil des Projektes.
Nicht von ungefähr fand die Präsentation in einem Modehaus statt, haben sich doch auch mehrere prominente Modeschöpferinnen an einem Modellvorhaben zum Schutz dieser immer noch sehr seltenen Tiere beteiligt. Die nomadischen Viehzüchter im Schutzgebiet „Gobi B“ erhalten dabei Vorzugspreise für ihre Kaschmirwolle, im Gegenzug unterstützen sie dort die Wiederansiedlung der Wildpferde.
Die FAZ bezeichnete Schomanns Werk als „das wohl außergewöhnlichste Buch, das je über Pferde geschrieben wurde “, die SZ rühmte es als eine „epische Erzählung“. Das Buch ist im Galiani Verlag Berlin erschienen; den Büchertisch übernahm die Landshuter Filiale von Hugendubel. Es war bereits Schomanns zweite Lesung in der niederbayerischen Hauptstadt.

