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Mitarbeiter gesucht? - Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei vor vermeintlich lukrativen Jobangeboten

polizei niederb. logoNiederbayern - pol (06.09.2021) Immer wieder stellt die Polizei im Bereich der Stellenanzeigen in den örtlichen Tageszeitung aber auch im Internet vermeintlich seriöse Jobangebote, als sog. „Transaktionsverwalter“, „Wertverwalter“ oder mit ähnlichen Bezeichnung fest. Häufig werden dabei für die Stellenanzeigen tatsächlich existierende Namen von Firmen und Gesellschaften verwendet, um so den Anschein für ein seriösen Auftreten zu erwecken.

Die angeblichen Stellenanzeigen werden aber ausschließlich dafür benutzt, um Kontoinhaber für Tätigkeiten anzuwerben, die zur Verschleierung von unrechtmäßig erlangten Geldern dienen, bzw. in Kryptowerte umzuwandeln. Die angebotene Tätigkeit besteht nämlich in der Regel darin, über das zur Verfügung gestellte eigene inländische Bankkonto Zahlungen entgegenzunehmen und diese an Dritte weiterzuleiten. Nicht selten stammt das auf diese Weise erlangte Geld selbst wiederum von Personen, die Opfer von kriminellen Handlungen, insbesondere von Betrugstaten, geworden sind.

Beschäftigung ist strafbar – „Finanzagententätigkeit“

Mit „besten Verdienstmöglichkeit – verbunden mit wenig Aufwand und Arbeit“. So oder ähnlich locken Kriminelle ihre Opfer. Immer wieder fallen Bürgerinnen und Bürger auf die unterschiedlichsten Maschen der „Jobanbieter“ herein.

Was Finanzagenten häufig nicht ahnen: Statt des vermeintlich lukrativen Geschäftes drohen u. U. Freiheitsstrafen oder Geldstrafe wegen leichtfertiger Geldwäsche und zivilrechtliche Forderungen der Geschädigten. Daneben erwartet sie ein Verfahren der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) wegen des Betreibens unerlaubter Finanzdienstleistungsgeschäfte.

Banken kündigen regelmäßig das Konto eines Finanzagenten.

Alleine die niederbayerischen Kriminaldienststellen ermittelten heuer bereits in weit über 200 Fällen wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit sog. „Finanzagententätigkeit“.

Die Polizei rät zur Vorsicht

Lassen Sie sich von derartigen Angeboten nicht ködern. Prüfen und hinterfragen Sie kritisch entsprechende Annoncen und erkundigen Sie sich ggf. bei der Agentur für Arbeit oder bei den Verbraucherzentralen.
Übermitteln Sie keinesfalls Konto- oder Ausweisdaten

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