Besorgt: MdB Marlene Schönberger, Die Grünen
Niederbayewrn - pm (23.07.2026) Angesichts der zunehmenden Trockenheit und erster Sparappelle von Wasserversorgern in Niederbayern fordert die niederbayerische Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger (Die Grünen) entschlossenes Handeln der Bundesregierung. Sinkende Grundwasserstände, ausgetrocknete Böden und anhaltende Hitze machten deutlich: Die Klimakrise ist längst auch in Niederbayern angekommen. Aktuell haben unter anderem die Stadtwerke Deggendorf aufgrund des außergewöhnlich hohen Wasserverbrauchs an die Bevölkerung appelliert:
Trinkwasser sparsam zu verwenden und auf das Befüllen von Pools oder intensives Rasensprengen zu verzichten. Auch in Landau an der Isar gab es zuletzt einen Aufruf zum Wassersparen. Gleichzeitig stuft der Bayerische Niedrigwasser-Informationsdienst Teile Niederbayerns als „extrem trocken“ ein.
„Wir alle haben in den vergangenen Wochen erlebt, wie massiv die Klimakrise unseren Alltag verändert“, so Schönberger. „Rekordhitze, ausbleibender Regen und immer längere Trockenperioden setzen auch Niederbayern zu. Wenn Wasserversorger bereits zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser aufrufen müssen, ist das ein deutliches Warnsignal, das niemand ignorieren darf.“
Die Bundesregierung müsse die Nationale Wasserstrategie endliche konsequent umsetzen und ausreichende Gelder zur Verfügung stellen, fordert Schönberger. Die Bundestagsfraktion der Grünen hat daher einen 6-Punkte Plan zur Sicherung der Wasserversorgung verfasst. Darin werden unter anderem Investitionen in den Schutz des Grundwassers, die Renaturierung von Flüssen und Mooren, ein nachhaltiges Wassermanagement sowie die Unterstützung der Kommunen bei der Anpassung an zunehmende Hitze und Trockenheit gefordert.
„Dass sich die Lage weiter zuspitzt und die Bundesregierung trotzdem weitgehend untätig bleibt, ist verantwortungslos“, macht die Grünen-Politikerin deutlich. „Die Menschen in Niederbayern erleben die Folgen der Klimakrise längst vor ihrer Haustür, doch aus Berlin kommen vor allem Verzögerungen und klimapolitische Rückschritte. Wer beim Klimaschutz bremst und Investitionen in die Klimaanpassung vernachlässigt, verschärft die Wasserknappheit von morgen. Jede vertane Woche macht die Folgen der Klimakrise für unsere Kommunen und vor allem auch die Landwirtschaft schwerer beherrschbar.“
„Sauberes Trinkwasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage“, betont Schönberger abschließend. „Es reicht nicht, die Menschen zum Wassersparen aufzurufen, während die Bundesregierung zusieht, wie sich die Klimakrise weiter verschärft. Wer unsere Wasserversorgung langfristig sichern will, muss jetzt handeln und nicht erst, wenn aus Warnsignalen Versorgungskrisen geworden sind.“

