Landshut (07.04.2017) Heute, Freitgabend, wählen die ca. 650 CSU-Mitglieder die Vorstandschaft im Bernlochnersaal (19 Uhr) neu. Der seit 2009 amtierende Vorsitzende Helmut Radlmeier (50) hat schon vor Weihnachten in einer Pressekonferenz erklärt, dass er nicht wieder für den Parteivorsitz kandidieren wolle. Er will sich nach der verlorenen OB-Wahl ganz auf sein Landtagsmandat konzentrieren und 2018 wohl erneut den Einzug in den Bayerischen Landtag als Direktkandidat der CSU im Stimmkreis Landshut anstreben. Neuer Parteichef soll und wird wohl auch Stadtrat Thomas Haslinger (31) werden, der 2014 über die Junge Liste in den Stadtrat gewählt wurde.
Vor zwei Jahren ist Haslinger noch mit einer Kandidatur um den Parteivorsitz gegen Radlmeier gescheitert, wenngleich er respektable 34 % erzielte. Oberbürgermeister Hans Rampf sicherte mit einer flammenden Rede pro Radlmeier dessen Wiederwahl.
Von Thomas Haslinger wird heute eine Rede erwartet, wie er die Partei wieder für die nächste Stadtratswahl und die OB-Wahl 2020 fit machen will. Die CSU hat allein im Stadtrat keine Mehrheit. Sie hat die OB-Position verloren und stellt auch keinen 2. oder 3. Bürgermeister. Auch das Bezirkstagsmandat, zuletzt viel Jahre Manfred Hölzlein, ging 2014 an den Landkreis (Martin Hammerl, Ergolding). Freilich hat die CSU auch im Landkreis 2014 den Landratsposten an die Freien Wähler verloren.
Schon in zwei Jahren werden die 44 Stadtratskandidaten für die Wahl 2020 nominiert und ebenso die OB-Kandidaten. Ob es Thomas Haslinger selbt riskieren wird, sich gegen den 22 Jahre älteren Titelverteidiger Alexander Putz als OB-Kandidat nominieren zu lassen, ist wohl noch offen. Da muß er als neuer Parteichef schon eine sehr überzeugende Team-Arbeit leisten. Es kommt also auch besonders darauf an, ob er heute Abend im Bernlochnersaal eine ebenso homogene wie auch effekive engere Vorstandschaft (4 Stellvertreter) durchsetzen kann. /hs

