Regensburg (18.01.2017) Ein dramatich schlechter poiitischer Tag für ganz Ostbayen. Es ist zum Heulen. Gegen den Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (45), Hoffnungstäger der Bayern-SPD, seit dem 1. Mai 2014 im Amt, hat die Staatsanwaltschaft seit Wochen und Monaten "wegen auffälliger Spenden durch einen bekannten Bauunternehmer " ermittelt. Heute Mittwochvormittag (18.01.), wurde der Regensburger SPD-OB verhaftet und dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der hat entschieden, dass der Haftbefehl wegen Verdunkelungsgefahr bestehen bleibt. Die Grünen in Regensburg fordern bereits den Rücktritt von OB Wolbergs und Neuwahlen.
Mit dem OB sind zwei weitere Mitbeschuldigte in U-Haft. Dem Oberbürgermeister wird "Bestechlichkeit" und dem Bauunternehmer "Bestechung" vorgeworfen. Einem zusätzlich Beschuldigten wird "Beihilfe zur Bestechung" zur Last gelegt. Zudem wurden im Zuge der Verhaftung auch mehrere Durchsuchungsbeschlüsse vollzogen.
Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Regensburg hat die Beschuldigten - den OB und den Bauunternehmer - angehört und sodann den weiteren Haftvollzug angeordnet. Einem dritten Beschuldigten soll der Haftbefehl - wegen Beihilfe zur Bestechlichkeit - ebenfalls noch heute eröffnet werden.
Den Oberbürgermeister betreffend geht es um eine Spendenzahlung von 500.000 Euro sowie die Zusage für die Unterstützung des SSV Jahn Regensburg (Fußballverein 3. Liga). Wolbergs ist dort seit Juni 2014 Vorsitzender des Aufsichtsrats. Dazu kommen noch weitere sogenannte "geldwerte Vorteile" in der Größenordnung von 79.000 Euro durch den gleichen Unternehmer. Der Oberbürgemeister habe seinerseits 2014 den Wohnungsbauunternehmer bei der Vergabe eines größeren Areals der Nibelungenkaserne rechtswidrig bevorzugt.

