Landshut (04.09.2016) Das heutige Wahlergebnis im kleinen, nur 1,6 Millionen Einwohner großen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern an der Ostsee, wo die AfD auf Anhieb mit 21,1 % ein deutlich besseres Ergenbis erzielen konnte als die CDU (nur 19,1 %) zeigt, dass die AfD sicherlich auch bei kommunalen Wahlen respektable Ergenisse erzielen wird. Schon in 14 Tagen steht ja die Wahl in der Bundeshauptstadt Berlin an. - Zum Glück hat die AfD in Landshut keinen eigenen OB-Kanidaten nominiert.
Der Wahlkampf würde in Landshut ganz anders verlaufen: heftiger, giftiger und weitaus kontroverser und er hätte vor allem ein Thema. Die Flüchtlinge, die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel ("Wir schaffen das").
In Landshut-Kelheim hat die AfD laut Internet schon seit dem 12. Juni 2013 einen eigenen Kreisverband. Wolfram Schubert ist Vorsitzender, seine Stellvertreter sind Dr. Gerhard Lindner und Martin Heyne, Schatzmeister ist Jürgen Winzig und Schriftführer Harald Nußbaumer. Deren Fotos werden nicht gezeigt, auch die Wohnsitzorte sind im Internet jeweils nicht angegeben.
Bisher hat die AfD lediglich einige Stammtische im Landshuter Gasthaus "Zm Ochsen" abgehalten. Der Versuch der AfD, in der Schönbrunner Tafernwirtschaft und danach in einem Ergoldinger Hotel ("Rosenhof") eine Versammlung mit einer prominenten Europapolitikerin abzuhalten, ist jeweils am Veto der Gasthaus-Inhaber gescheitert.
Jetzt steht bei allen Parteien die Nominierung der Bundestagskandidaten für die Wahl 2017 an. Es ist davon auszugehen, dass die AfD auch im Stimmkreis Landshut-Kelheim einen eigenen Kandidaten aufstellt und das entsprechende öffentliche Nomierungsverfahren einleitet. Da darf man gespannt sein, wenn die AfD erstmals mit Namen und Gesichtern in einen Wahlkampf zieht.
Im Nachbarlandkreis Kelheim hat die AfD auch keinen Landratskandidaten nominiert. Diese Wahl findet bereits am 18. September 2016 statt. Im übrigen geht man dort davon aus, dass der Landratskandidat der CSU deshalb nicht auf Anhieb die Wahl gewinnen wird, weil er öffentlich die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel vertritt. MdL Martin Neumeyer (61) ist Landtagabgeordneter und Integrationsbeauftragter der Bayer. Staatsregierung. Beim Politischen Glllamoos wird am 5. September der gebürtige Abensberger Neumeyer als CSU-Landratskandidat im Festzelt vor Peter Altmaier, dem Chef des Bundeskanzleramts, sprechen. Nun ja, Altmaier ist als rechte Hand der Bundeskanzlerin für viele CSU-Anhänger ein "rotes Tuch". Das Festzelt dürfte auch nicht übervoll werden. Martin Neumeyer wird zudem am 4. November bereits 62. Er kann also höchstens sechs Jahre lang das Amt des Landrats (ab 1.Nov.) ausüben. Wie bereits berichtet, würde der Pfeffenhausener Florian Hölzl (30), Kreis- und Gemeinderat, für Neumeyer ab dem 1. November in den Landtag nachrücken, falls Neumeyer im ersten Wahlgang (18.9.) oder bei einer Stichwahl am 2. Oktober zum neuen Landrat von Kelheim gewählt wird. /hs

