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ÖDP-Werkführung: Wasserzweckverband 40.000 Einwohner werden zentral versorgt

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Auf dem Bild: Besucher mit den Essenbacher Marktgemeinderäten Stefan Zellner, Renate Hanglberger (links außen) und Werksleiter Ludwig Sigl (rechts außen) in der Schaltwarte.

Frisches, sauberes Trinkwasser sprudelt beim Öffnen des Wasserhahns aus der häuslichen Leitung. Um den Weg des Wassers kennenzulernen, den es hinter sich hat, bis es in einigen Ortsteilen der Gemeinde Essenbach ankommt, organisierte der ÖDP-Ortsverband Essenbach eine Werksführung in Ettersdorf.

40. 000 Einwohner aus 14 Kommunen aus den Landkreisen Dingolfing-Landau, Regensburg, Straubing-Bogen und Landshut seien zusammengeschlossen und werden vom Ettersdorf aus mit gesundem Trinkwasser versorgt, informierte der Werksleiter Ludwig Sigl.

Aus zehn Brunnen wird über ein Leitungsnetz von 933 Kilometern das Wasser an rund 13.000 Abnahmestellen gefördert. 20 Mitarbeiter in der Verwaltung und Technik sorgten rund um die Uhr dafür, dass immer Wasser fließe, wenn der Hahn aufgedreht werde und auch genügend Löschwasser für den Feuerschutz vorhanden sei, so der Werksleiter.

Die Ortschaften Mettenbach, Unterwattenbach und Oberwattenbach werden seit 1972 bzw. 1974 vom Hochbehälter in Postau mit Wasser versorgt. Das Wasser für Unsbach komme vom Bayerbacher-Hochbehälter. Die Besucher konnten neben dem Verwaltungs- und Betriebsgebäude mit der Schaltwarte auch den Wasserspeicher in Mallersdorf in Augenschein nehmen. Das Innenleben dieser Anlage beeindruckte die Besucher. Zwei getrennte Wasserkammern mit jeweils 500 Kubikmeter Speichervolumen stehen hier zur Verfügung.Schwere Pumpen im Keller des Gebäudes bewerkstelligen eine reibungslose Wasserlieferung an die Abnehmer. Sorgen bereiten dem Werksleiter bei einigen Brunnen die kontinuierlich steigenden Atrazin und Desethylahtrazinwerte. So heiße das Abbauprodukt, des seit 1991 in Deutschland verbotenen Unkrautvernichtungsmittels, Atrazin.

Glyphosat, bekannt als Wirkstoff des Herbizids Round up, konnte bei den Wasserproben bisher nicht festgestellt werden. Auch eventuelle Medikamentenrückstände seien im Wasser des Versorgungsgebietes noch nicht aufgetreten. Hier liege ganz klar das Augenmerk unserer Arbeit: Bestes, rückstandsfreies Wasser zu liefern, betonte Ludwig Sigl. Um diesen Anspruch auch weiterhin gerecht zu werden, sei es nötig in einen weiteren Brunnen und auch in eine Aufbereitungsanlage zu investieren.

Besonders wichtig sei dem Wasserzweckverband die Zusammenarbeit mit den Landwirten in den Quell- und Brunnengebieten. Mit jährlichen Bodenproben und darauf ausgerichteter, gezielter Düngung der Feld-früchte, könne viel für den Boden- und Wasserschutz getan werden.

"Unser Wasser ist ein kostbares Gut. Es liegt an uns Allen, dieses Gut zu erhalten", gab der Werksleiter der Besuchergruppe mit auf den Weg.

Renate Hanglberger, seit 2013 Mitglied der Verbandsversammlung, organisierte die Werksführung. Sie bedankte sich bei Ludwig Sigl für die umfassenden Einblicke in die tägliche Arbeit des Wasserversorgers. "Der Werksausschuss und die Verbandsversammlung tut alles, damit auch in Zukunft gesundes Trinkwasser aus dem Wasserhahn kommt. Es ist unabdingbar, dass die Wasserversorgung in öffentlicher Hand bleibt," bekräftigte Hanglberger.

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