
Die Schüler der Maschinenbauschule mit ihren Lehrern Helmut Köglmeier (v. l.) und Benjamin Neumer, stellvertretenden Schulleiter Enno Erbe (r.) und die Planer im Amt für Gebäudewirtschaft (hinten, v. l.) Thomas Weiss und Robert Ohlschmid. - Foto: Stadt Landshut
Landshut - pm (07.07.2026) Beim Neubau der Grundschule Nordwest zeigt sich, wie erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen städtischen Dienststellen und beruflicher Ausbildung sein kann. Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Berufsfachschule für Maschinenbau Landshut haben mehrere individuell gestaltete Zugangsstelen gefertigt, die nun auf dem Schulgelände installiert wurden.
Für den barrierefreien Zugang zum Schulgebäude war eine Stele als abgesetzte Bedieneinheit erforderlich. So mussten Sprechanlage, Briefkasten, Flächentaster für die automatische Tür, Feuerwehrschlüsseldepot sowie das Feuerwehr-Freischaltelement in das Gestaltungskonzept integriert werden. Auch für die Turnhalle und weitere Nebeneingänge wurden zusätzliche Zugangsstelen benötigt.
Standardlösungen aus Herstellerkatalogen überzeugten die Verantwortlichen jedoch weder gestalterisch noch wirtschaftlich. Deshalb entwickelte das Architekturbüro Studio Leuschner einen eigenen Entwurf, der sowohl den funktionalen Anforderungen als auch dem architektonischen Erscheinungsbild des Neubaus gerecht wird. Die Planung erfolgte durch das Amt für Gebäudewirtschaft der Stadt Landshut.
Die Umsetzung übernahm anschließend die Staatliche Berufsfachschule für Maschinenbau Landshut. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften fertigten die Schülerinnen und Schüler die Stelen in den schuleigenen Werkstätten. Dabei kamen verschiedene Fertigungsverfahren wie Wasserstrahlschneiden, Biegen, Schweißen und spezielle Oberflächenbehandlungen zum Einsatz. Das Projekt bot den angehenden Fachkräften eine praxisnahe Gelegenheit, ihr handwerkliches Können an einem realen Bauvorhaben unter Beweis zu stellen.
Nach einigen Monaten Planungs- und Fertigungszeit konnten die Stelen kürzlich aufgestellt werden. Das Ergebnis ist nicht nur ein funktionaler Beitrag zur Ausstattung der neuen Grundschule, sondern auch ein gelungenes Beispiel dafür, wie kommunale Projekte und berufliche Bildung voneinander profitieren können. Die engagierte und motivierte Arbeit der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler trug maßgeblich zum erfolgreichen Abschluss des Projekts bei.

