Berlin/Niederbayern - pm (22.05.2026) Wie am gestrigen Donnerstag öffentlich wurde, erwägt die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission die Einführung der Rente mit 70 und die Absenkung des Rentenniveaus. Die Bundestagabgeordnete Marlene Schönberger (Bündnis 90/Die Grünen) spricht sich klar gegen die im Raum stehenden Vorschläge aus:
„Länger arbeiten für weniger Geld darf keine Option sein. Das wäre ein Versagen der Koalition und ein Schlag ins Gesicht all derer, die auf die gesetzliche Rente angewiesen sind“, so Schönberger. „Schon heute schaffen es sehr viele nicht, bis 65 oder 67 zu arbeiten. Bis 70 arbeiten zu müssen, bedeutet für viele eine Tortur“. Genauso müsse das Rentenniveau langfristig bei 48 Prozent gesichert werden, um ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen.
Statt auf Rentenkürzungen zu setzen, fordert die Abgeordnete entschlossene Maßnahmen auf der Einnahmenseite: „Wir müssen darüber sprechen, dass Beamte, Selbstständige und wir Abgeordneten im Moment nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Das muss sich ändern“. Gleichzeitig müsse die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch den Ausbau der Kinderbetreuung gestärkt werden, damit insbesondere Frauen ihre Rentenansprüche durch Vollzeitarbeit verbessern können. Um das Rentenalter 67 realisierbar zu machen, müsse zudem die Prävention für gesundes Arbeiten gestärkt werden, so Schönberger weiter.

