Berlin/Niederbayern - pm (20.05.2026) Die grüne Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger kritisiert den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf für ein Gebäudemodernisierungsgesetz deutlich. Nach Ansicht der Abgeordneten sorgt das Gesetz für große Unsicherheit: „Viele Menschen wollen wissen, wie sie künftig bezahlbar heizen können. Statt klarer Regeln schafft die Bundesregierung neue Unsicherheit.
Deshalb lehnen wir den schwarz-roten Vorschlag für ein Gebäudemodernisierungsgesetz entschieden ab“, so Schönberger.
Besonders kritisch bewertet die Grünen-Abgeordnete, dass der Einbau neuer Öl- und Gasheizungen weiter möglich bleiben soll: „Wer heute noch auf fossile Heizungen setzt, muss in Zukunft erheblich draufzahlen. Am Ende bekomme das oft die Mieterinnen und Mieter über ihre Nebenkosten zu spüren.“ Die Grünen werden deshalb eigene Vorschläge in den Bundestag einbringen: „Mit unserem Antrag „Heizkostenfalle stoppen“ schützen wir Mieterinnen und Mieter vor explodierenden Kosten. Wer unbedingt, suboptimale, unwirtschaftliche Heizungsanlagen in sein Gebäude einbauen will, darf die Folgen dafür nicht auf andere abwälzen.“
Mit dem Antrag „Sanierungsoffensive für Deutschland“ legen die Grünen außerdem einen Plan für energieeffiziente Gebäude inklusive wirklicher Sanierungsanreize vor. Auch beim Kostentreiber fossiles Gas wollen die Grünen Einsparungen erzielen, wie Schönberger betont: “Mit dem Antrag „Jetzt für den nächsten Winter vorsorgen - Gasverbrauch wirksam reduzieren und Gasunabhängigkeit voranbringen“ fordern wir die Bundesregierung auf, jetzt den Gasverbrauch zu senken, um hohen Kosten im nächsten Winter vorzubeugen und den fossilen Gasverbrauch bis 2035 zu halbieren.“
Auch für viele niederbayerische Handwerksbetriebe sei das von der Koalition eingebrachte Gesetz problematisch, wie Schönberger erläutert: „Viele Unternehmen in der Region haben in den vergangenen Jahren in klimafreundliche Heiztechnik wie Wärmepumpen investiert und Mitarbeitende weitergebildet. Das Handwerk braucht verlässliche politische Entscheidungen. Ständige Änderungen bremsen Investitionen und sorgen für Frust in den Betrieben.“

