MdB Marlene Schönberger - Foto: Stefan Kaminski
Adlkofen - pm (14.10.2026) Im Rahmen ihrer Dörfertour sprach die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger (Bündnis 90/Die Grünen) mit Bürgerinnen und Bürgern über aktuelle politische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Region. Im Mittelpunkt standen der Umgang mit der AfD, die Stärkung unserer Demokratie sowie die sozialen Folgen der Politik der Bundesregierung in den Bereichen Pflege und Rente. Auch der geplante Ausbau der B15 neu und dessen Auswirkungen auf die Region wurden diskutiert.
Die Ergebnisse der jüngsten Landtagswahlen bereiten vielen Menschen große Sorge. Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist erstmals eine AfD-geführte Landesregierung möglich. „Eine Partei, die darüber entscheiden will, wer dazugehört und wer nicht, stellt den Wesenskern unseres Grundgesetztes infrage. Alle demokratischen Parteien müssen jetzt die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie unter Beweis stellen und sich dafür einsetzen, ein AfD-Verbot rechtlich prüfen zu lassen“, sagte Schönberger.
Gleichzeitig wurde in den Gesprächen deutlich, dass die Menschen insbesondere die Auswirkungen der Bundespolitik auf ihren Alltag beschäftigen. Vor allem die zukünftige Entwicklung der Pflege ist ein wichtiges Anliegen: Steigende Kosten, der Mangel an Fachkräften und die zunehmende Belastung pflegender Angehöriger stellen viele Familien vor große Herausforderungen. „Die Pflegereform der Bundesregierung ist in Wahrheit ein Kürzungsgesetz zu Lasten von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Wir Grüne im Bundestag fordern eine faire, verlässliche Finanzierung der Pflege unter Einbeziehung der privat Versicherten und eine Entlastung der Pflegekräfte, die wegen der Protokollflut immer weniger Zeit für die Menschen haben“, so die Abgeordnete.
Auch mit Blick auf die Zukunft der Rente stellt sich für viele Menschen die Frage, wie die gesetzliche Rentenversicherung langfristig finanziert und nachhaltig gesichert werden kann. Schönberger kritisierte die Pläne der Bundesregierung scharf: „Die ungerechten Pläne der Koalition gehen auf Kosten der Menschen mit geringen Einkommen. Wir Grüne wollen die Finanzierung auf breitere Schultern verteilen und dafür Abgeordnete, Beamte und Selbstständige in die gesetzliche Rente miteinbeziehen.“
Ein weiteres Gesprächsthema war der geplante Weiterbau der B15 neu. Dabei ging es insbesondere um die Auswirkungen auf die Menschen in den betroffenen Gemeinden, die Landwirtschaft und die Natur. Schönberger stellte die Notwendigkeit des Projekts grundsätzlich infrage: „Große Straßenbauprojekte wie die B15 neu sind aus der Zeit gefallen. Wir müssen uns fragen, welche Infrastruktur wir in Zukunft wirklich brauchen und wo öffentliche Gelder am sinnvollsten eingesetzt werden.“
Auch die Prioritäten bei den Verkehrsinvestitionen kritisierte Schönberger. „Für die Bahn steht nicht einmal ausreichend Geld zur Verfügung, damit sie ihren aktuellen Fahrplan zuverlässig einhalten kann – geschweige denn, um das Angebot auszubauen und mehr Verbindungen zu schaffen. Gleichzeitig sollen Millionen in neue Straßen fließen“, so Schönberger.

