
Die Kreisvorstandschaft der CSU und MdB Florian Oßner (6. v. l.) ließen sich von Kirchenpfleger Dr. Albert Hartmann (2. v. r.) und Architektin Claudia Geilersdorfer (5. v. r.) zeigen, wie das Vorhaben umgesetzt werden konnte. - Foto: Josef Amann
Vilsbiburg - pm (08.07.2026) Auf einer Anhöhedes südlichen Ortsrands der Stadt Vilsbiburg befindet sich die Mariahilf-Kirche, die mit ihrer markanten Doppelturmfassade.Die Kirche ist nicht nur ein überregionales Wahrzeichen des südlichen Landkreises darstellt, sondern auch für die bekannte Marienwallfahrt steht. Nach erfolgtem Anbau bietet sie ein weiteres Highlight für die Besucher, von dem sich die CSU-Kreisvorstandschaft vor Ort überzeugen konnte.
Ende letzten Jahres konnte ein lang gehegter Wunsch von Stadt und Kirchenstiftung fertiggestellt werden: Mit der Errichtung eines Aufzuganbaus an der Frontseite steht allen Menschen der Zugang in die Kirche nun offen. Es war ein technisch schwieriges und sehr herausforderndes Unterfangen, die fast sieben Meter Höhenunterschied zu überwinden. „Gerade für ältere Menschen waren die 50 Stufen kaum mehr zu bewältigen. Bei der Krankenwallfahrt mussten Ehrenamtliche die Menschen sogar hinauftragen“, schilderte Kirchenpfleger Dr. Albert Hartmann der CSU-Kreisvorstandschaft.
Projekt bisher einmalig
Die Realisierung der Barrierefreiheit ist in dieser Form bisher einmalig in der ganzen Diözese Regensburg. „Denkmalpflege und Barrierefreiheit haben wir hier unter einem Hut gebracht“, hielt die zuständige Architektin und stellvertretende Landrätin Claudia Geilersdorfer fest. „Jeder Besucher kann jetzt ohne fremde Hilfe eigenständig in die Kirche gelangen“. Von der zentralen Kirchenvorhalle gelangt man per Knopfdruck durch ein automatisch öffnendes Portal in die Kirche - ein echter Mehrwert nicht nur Gläubige und Wallfahrer, sondern auch für die Besucher des nahegelegenen Krankenhauses und Hospiz. Auch junge Familien, Hochzeitsgäste und Konzertbesucher wissen die Neuheit zu schätzen, ergänzte Kirchenpfleger Hartmann.
Barrieren konsequent abgebaut
„Wir haben es mit einer denkmalgerechten Planung und viel Fingerspitzengefühl bei der gestalterischen Umsetzung geschafft, einen fast „unsichtbaren“ Aufzugsanbau in die Frontfassade zu integrieren“, so Geilersdorfer. Durch die Einbindung in die Front wurde zugleich der kürzeste Weg in die Kirche realisiert. „Man muss nicht extra um die Kirche herum gehen oder lange einen abgelegenen Seiteneingang suchen“, beschrieb die Architektin den Vorteil. Ein weiterer positiver Aspekt: Gleich ob man den Aufzug oder die Treppen benutzt, alle Besucher kommen oben wieder in der Vorhalle der Kirche zusammen. Der Zugang zum Kirchenschiff selbst wurde ebenfalls barrierefrei gestaltet.
Für CSU-Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Florian Oßner ist die Umgestaltung ein Vorhaben, das zur Nachahmung einlädt: „Dieses Projekt hat Leuchtturmcharakter. Mit dem Abbau von alltäglichen Hürden wird echte Teilhabe Realität. Da der Zugang sich nun wesentlich leichter gestaltet, wird zudem die beliebte Wallfahrtskirche Maria Hilf dadurch noch ein Stück weit attraktiver“, lobte Oßner.

