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Regierung investiert 11,8 Millionen Euro in niederbayerischen Naturschutz

Niederbayern (02.05.2018) Rund 11,8 Millionen Euro Fördermittel konnten im vergangenen Jahr in den Naturschutz in Niederbayern investiert werden - und damit rund 1,37 Mio. Euro mehr als noch im vergangenen Jahr. Mit den Zuschüssen von Freistaat, Bund und Europäischer Union wurden unter anderem Projekte zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten, zur Bewahrung attraktiver Erholungslandschaften und für die Umweltbildung unterstützt.

Regierungspräsident Rainer Haselbeck betont, wie wertvoll der Naturschutz für den Erhalt unserer Heimat ist: "Niederbayern ist ein moderner Wirtschaftsstandort, aber die Basis ist unsere wunderbare Kulturlandschaft. Naturschutz kann deshalb gar nicht hoch genug geschätzt werden. Er ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die unserer Heimat und dem Tourismus dient und für die wir uns weiterhin mit Nachdruck engagieren müssen."

Deutliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr konnten erneut beim Vertragsnaturschutzprogramm und Vertragsnaturschutzprogramm Wald erreicht werden, über das Land- und Forstwirte rund 4,1 Millionen Euro als Gegenleistung für die naturschonende Bewirtschaftung ihrer Grundstücke erhielten. Mit den Fördergeldern werden unter anderem die dünge- und pflanzenschutzmittelfreie Nutzung landwirtschaftlicher Flächen, die Einhaltung bestimmter Schnitttermine oder eine extensive Weidewirtschaft - beispielsweise auf den Wacholderheiden im Altmühltal - honoriert, um auf diese Weise die Insekten- und Vogelvielfalt sowie blühende Wiesen und Weiden zu erhalten.

Zunehmend auf Interesse stößt mittlerweile das Vertragsnaturschutzprogramm Wald bei den Waldbesitzern in Niederbayern. Insbesondere die Förderung für Biotopbäume und Totholz wird stark nachgefragt. Die Steigerungen wurden durch entsprechende Mittelbereitstellungen des Bayerischen Landtags ermöglicht. Insgesamt arbeiten in Niederbayern inzwischen mehr als 2.000 landwirtschaftliche Betriebe im Rahmen dieses Programms erfolgreich und vertrauensvoll mit den Naturschutzbehörden zusammen.

Hinzu kommen rund 3,5 Millionen Euro für die Pflege und Erhaltung der niederbayerischen Kulturlandschaft über die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien, das Bayerische Biodiversitätsprogramm 2030 und das Klimaprogramm 2050 - rund 40 Prozent mehr als noch 2016. Mit Hilfe dieser Programme werden schwieriger zu bewirtschaftende, ökologisch aber besonders wertvolle Biotope wie Magerrasen, Feuchtwiesen und Moore erhalten oder renaturiert. Auch Streuobstwiesen wie am Standortübungsplatz Landshut oder im "Netzwerk Streuobst Bayerischer Vorwald" im Landkreis Straubing werden neu angelegt. Diese Maßnahmen werden vorrangig von örtlichen Landwirten durchgeführt. Für einige Betriebe haben sich Landschaftspflegearbeiten zu einem wichtigen zweiten Standbein entwickelt, das gerade auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten zur Stabilisierung des Betriebseinkommens beitragen kann.

Weitere Gelder wurden für die Umweltbildung, die Gebietsbetreuung ökologisch wertvoller Gebiete, staatliche Ausgleichszahlungen in Naturschutzgebieten, den Ankauf ökologisch wertvoller Flächen sowie für die Naturschutzgroßprojekte Altmühlleiten, Flusserlebnis Isar und "ArKoNaVera" zum Schutz der Flussperlmuschel zur Verfügung gestellt.

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