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Wie man sich vor der Grippe schützt. LAKUMED informiert über Symptome, Behandlung und Schutz

ärzte grippe

Landshut-Achdorf (10.02.2017) . Die derzeit grassierende Grippewelle in Bayern macht auch vor Stadt und Landkreis Landshut nicht halt. Deutlich mehr Patienten mit Symptomen einer Grippeerkrankung suchen derzeit die Arztpraxen oder die Notaufnahmen der Krankenhäuser Landshut-Achdorf oder Vilsbiburg auf.

Plötzlich auftretendes hohes Fieber (39 Grad und mehr), Kopf- und Gliederschmerzen sowie oftmals erst später hinzukommende Halsschmerzen und Husten deuten in vielen Fällen auf eine Ansteckung mit Influenza hin.

In den Notaufnahmen der Krankenhäuser der LAKUMED Kliniken werden Patientinnen und Patienten, die mit diesen Symptomen eintreffen, gebeten, einen Mundschutz zu tragen, um eine Ansteckung anderer Wartender oder des Personals zu vermeiden. Eine Influenza-Infektion ist hochansteckend, über Tröpfchen, die Erkrankte beim Husten und Niesen absondern, aber auch durch Viren, die beim Husten oder Niesen auf die Hände gelangen und beispielsweise über Türkliniken oder Händeschütteln weitergegeben werden. Dr. Sieglinde Eder, Stabsstelle Krankenhaushygiene am Krankenhaus Landshut-Achdorf, rät dazu, sich zwischendurch in dieser Jahreszeit öfter die Hände zu waschen, zuhause viel zu lüften, auf das Händeschütteln zu verzichten und mit ungewaschenen Händen Berührungen von Mund, Nase und Augen zu vermeiden. Im Krankenhaus ist es sinnvoll, auch die Händedesinfektionsspender, die sich an vielen Stellen befinden, zu benutzen. „Enge Kontakte zu Grippekranken sollten Sie vermeiden, um sich nicht selbst anzustecken“, sagt Dr. Eder.

Durch einen Abstrich der Schleimhaut ist eine Influenza-Erkrankung bei entsprechendem Verdacht schnell nachzuweisen. Bereits zu diesem Zeitpunkt werden hygienische Schutzmaßnahmen eingeleitet, die bei Bestätigung der Diagnose fortgeführt werden. Die Ärzte der LAKUMED Kliniken sind zudem darauf sensibilisiert, Patienten, die unter den typischen Symptomen einer Grippe leiden, zu isolieren und den Schnelltest anzuordnen, um eine Ausbreitung der Grippe zu verhindern. Denn die Erkrankung mit Influenza kann für bestimmte Menschen lebensgefährlich sein. „Ältere Menschen ab 60 Jahre, Schwangere oder chronisch Kranke zählen zu den Risikogruppen und sollten sich unbedingt impfen lassen“, rät Gunthard Goresch, Oberarzt in der inneren Medizin und Notaufnahme am Krankenhaus Landshut-Achdorf. Manche von der Grippe Infizierte werden lebensbedrohlich krank, berichtet Gunthard Goresch. Bei einem sehr schweren Grippeverlauf oder wenn eine Komplikation wie eine Lungen-, Herzmuskel- oder Gehirnentzündung hinzukommt, kann eine Erkrankung mit Influenza tödlich enden.

Personen aus den beschriebenen Risikogruppen raten Mediziner deshalb unbedingt zur jährlichen Impfung gegen die Grippe. Ebenso Menschen, die sehr viel in Kontakt mit anderen kommen oder im medizinischen Bereich im Krankenhaus, Arztpraxen oder Heimen arbeiten.

Denn die Influenza ist tückisch: Ein Drittel der Infizierten weist keine, ein zweites Drittel nur abgeschwächte Symptome einer Grippeerkrankung auf – weitergeben können diese Personen die Viren trotzdem. In diesem Jahr hat die Grippewelle einige Wochen früher eingesetzt als in den Vorjahren – ein Ausbruch konnte bisher dank akribischer Hygienebemühungen des Personals der LAKUMED Kliniken verhindert werden. Wer sich trotzdem eine Grippe eingefangen hat, sollte Kontakt zu anderen Menschen meiden und sich zuhause auskurieren. Bei schwerer Symptomatik sollte ein Arzt konsultiert werden. Mit Antibiotika sind virale Infekte wie die Grippe nicht zu behandeln, sagt Oberarzt Gunthard Goresch, deshalb sollte man dies mit dem Hausarzt abstimmen. Das bekannte Grippe-Mittel „Tamiflu“ sollte wirklich nur im äußersten Notfall eingesetzt werden, sagt Oberarzt Goresch, denn es erzeugt Resistenzen. Ruhe, körperliche Schonung, viel trinken und eine mit dem Hausarzt abgestimmte medikamentöse Behandlung helfen in den meisten Fällen. Der beste Schutz, das betonen die Mediziner einhellig, ist die jährliche Impfung gegen die Grippe. Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt beraten Sie sicher gerne. Weitere Informationen zu Hygiene- und Schutzmaßnahmen finden Sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA: www.infektionsschutz.de/hygienetipps/barrieremassnahmen.

Im Bild oben Dr. Sieglinde Eder, Stabsstelle Krankenhaushygiene und Oberarzt Gunthard Goresch, Innere Medizin und Notaufnahme am Krankenhaus Landshut-Achdorf, raten zur Impfung und Einhaltung von Hygienetipps, um sich vor der Grippe zu schützen. Wer bereits erkrankt ist, soll sich unbedingt zu Hause auskurieren und schonen.

Bildquelle: LAKUMED Kliniken

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