Landshut/Dingolfing/Moosburg – pm (06.11.2026) Die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie erreichen am morgigen Freitag ihren bisherigen Höhepunkt in der Region. Die IG Metall Landshut ruft Beschäftigte in zehn Betrieben und Standorten zu rund 30 Warnstreikaktionen auf. Insgesamt sind mehr als 7.000 Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen.
Betroffen sind unter anderem die gesamte Werksgruppe von BMW in Dingolfing, MANN+HUMMEL in Marklkofen, die Kontraktlogistik mit Kühne + Nagel, Fiege und Rudolph sowie Jungheinrich in Moosburg und Degernpoint und die Elektrotechnischen Werke Fritz Driescher & Söhne in Moosburg. Die Warnstreiks erstrecken sich über unterschiedliche Schichten und beginnen teilweise bereits am frühen Freitagmorgen.
„Am Freitag setzen wir ein starkes Signal aus der gesamten Region. Mehr als 7.000 Beschäftigte sind aufgerufen, früher Schluss zu machen und gemeinsam Druck auf die Arbeitgeber zu machen. Die Botschaft ist klar: Wer am Verhandlungstisch keine ernsthafte Bewegung zeigt, bekommt die Antwort aus den Betrieben“, erklärt Benjamin Freund, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Landshut.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf BMW Dingolfing. Dort wird die gesamte Werksgruppe in den Warnstreik einbezogen. Die Beschäftigten der Spätschicht beenden ihre Arbeit bereits um 19:30 Uhr und damit zweieinhalb Stunden früher als regulär.
Umfangreiche Warnstreikaufrufe gibt es zudem in der Kontraktlogistik: Aufgerufen sind Beschäftigte von Kühne + Nagel an den Standorten Niederaichbach, Bruckberg, Dingolfing und Wallersdorf, von Fiege in Niederaichbach und Marklkofen sowie bei Rudolph Automotive Solutions und Rudolph Logistics Services. Auch bei Jungheinrich in Moosburg und Degernpoint sowie bei Driescher in Moosburg werden Beschäftigte über die verschiedenen Schichten hinweg zum Warnstreik aufgerufen.
Mit dem flächendeckenden Warnstreiktag erhöht die IG Metall vor den weiteren Tarifverhandlungen noch einmal deutlich den Druck auf die Arbeitgeber.

