Ohu - pm (12.10.2026) Die PreussenElektra GmbH (PEL) setzt ihren Kurs fort, die Flächen ihrer ehemaligen Kernkraftwerksstandorte einer wertschöpfenden und zukunftsfähigen Nachnutzung zuzuführen. Um die Entwicklung möglicher Nutzungskonzepte weiter voranzutreiben, will PEL gemeinsam mit NVIDIA, dem Weltmarktführer für KI und Accelerated Computing, prüfen, ob sich ehemalige Standorte von Kernkraftwerken - also auch Ohu/Isar - des Unternehmens für die Errichtung sogenannter KI-Fabriken eignen.
Die geplante Zusammenarbeit gab Guido Knott, Vorsitzender der PEL-Geschäftsführung, am 21. Oktober 2026 bekannt.
Ziel ist es, die vorhandene Energie- und Standortinfrastruktur sowie die verfügbaren Flächen mit den technischen und betrieblichen Anforderungen leistungsfähiger KI-Rechenzentren abzugleichen. Grundsätzlich bieten Kraftwerksstandorte für solche Projekte gute Voraussetzungen: großflächige Industrieareale, leistungsfähige Netzanbindungen und eine etablierte Infrastruktur. In die Standortbewertung bringt PreussenElektra ihre Kenntnisse der Flächen, Infrastrukturen und Rahmenbedingungen ein. Als Technologiepartner wird NVIDIA insbesondere die Anforderungen an KI-Fabriken und potenzielle technische Standortkonzepte bewerten. Auf dieser Grundlage wollen beide Unternehmen ermitteln, an welchen Standorten und unter welchen Voraussetzungen eine weitere Konkretisierung sinnvoll ist.
„Unsere ehemaligen Kraftwerksstandorte verfügen über wertvolle industrielle Infrastruktur und bieten Perspektiven für neue, zukunftsgerichtete Nutzungen. Gemeinsam mit NVIDIA wollen wir fundiert prüfen, ob und wie diese Voraussetzungen für KI-Fabriken genutzt werden können. Damit verbinden wir die verantwortungsvolle Nachnutzung unserer Standorte mit neuen wirtschaftlichen Impulsen für die Regionen“, sagt Guido Knott, Vorsitzender der PEL-Geschäftsführung.
NVIDIA sieht in der Nachnutzung industrieller Standorte einen vielversprechenden Ansatz für den Aufbau leistungsfähiger KI-Infrastrukturen in Deutschland. Die ergebnisoffene Prüfung soll aufzeigen, ob bestehende Industriestandorte dafür unter klaren technischen, wirtschaftlichen und energiewirtschaftlichen Voraussetzungen einen entsprechenden Beitrag leisten können.
„KI-Fabriken sind auf eine zuverlässige Energieversorgung, geeignete Flächen und leistungsstarke Infrastruktur angewiesen. Ehemalige Industriestandorte bieten dafür ideale Voraussetzungen und könnten eine wichtige Rolle für die nächste Generation von Rechenzentren spielen“, sagt Markus Hacker, Senior Regional Director bei NVIDIA. „Gemeinsam mit PreussenElektra werden wir prüfen, inwieweit ihre Standorte die technischen und betrieblichen Anforderungen von KI-Fabriken erfüllen und damit einen Beitrag zum Aufbau einer leistungsfähigen KI-Infrastruktur in Deutschland leisten können.“
Die Prüfung ist ergebnisoffen. Sie bildet einen ersten Schritt, um technische, infrastrukturelle, wirtschaftliche und regulatorische Voraussetzungen möglicher Projekte zu bewerten. Konkrete Investitions- oder Standortentscheidungen sind damit aktuell nicht verbunden.
PreussenElektra ist für die Stilllegung und den Rückbau von acht Kernkraftwerken in Deutschland verantwortlich. Mit fortschreitendem Rückbau schafft das Unternehmen schrittweise die Voraussetzungen für tragfähige Nachnutzungskonzepte und die langfristige Weiterentwicklung der Standorte.
Die PreussenElektra GmbH gehört zum E.ON-Konzern und ist verantwortlich für die Stilllegung und den Abbau von acht Kernkraftwerken in Deutschland. Sie ist auf allen Wertschöpfungsebenen von der Planung bis zur Steuerung und Umsetzung des Rückbaus tätig. Ziel der PreussenElektra ist es, den sicheren Rückbau ihrer Anlagen zu gewährleisten und damit die Voraussetzung für eine sinnvolle Nachnutzung ihrer Kraftwerksstandorte zu schaffen. Inzwischen sind alle Anlagen des Unternehmens stillgelegt und befinden sich in unterschiedlichen Phasen des Rückbaus.

