
166 neu- und wiedergewählte Betriebsrätinnen und Betriebsräte aus 32 Betrieben folgten der Einladung der IG Metall Landshut zum Betriebsräte-Netzwerktag im ta.la Landshut. - Foto: Daniela Bayer
Landshut – pm (25.07.2026) Mit einem großen Betriebsräte-Netzwerktag im Tagungszentrum ta.la hat die IG Metall Landshut den Abschluss der Betriebsratswahlen 2026 in der Region markiert. 166 neu- und wiedergewählte Betriebsrätinnen und Betriebsräte aus 32 Betrieben folgten der Einladung der Gewerkschaft, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und ihr Netzwerk für die kommenden vier Jahre zu stärken.
„Die Betriebsratswahlen haben gezeigt: Die Beschäftigten wollen starke Mitbestimmung und eine kompetente Interessenvertretung im Betrieb“, betonen Benjamin Freund, Erster Bevollmächtigter, und Kristin Dittmar, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Landshut. Die Wahlen seien ein deutliches Signal für Demokratie und Beteiligung in den Betrieben
Im Organisationsbereich der IG Metall Landshut wurden bei den diesjährigen Betriebsratswahlen über 600 Betriebsrätinnen und Betriebsräte gewählt. Mehr als 220 von ihnen gehören erstmals einem Betriebsratsgremium an. Damit ist mehr als ein Drittel aller Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter neu im Amt.
„Dass sich so viele Kolleginnen und Kollegen erstmals zur Wahl gestellt haben, verdient großen Respekt“, sagte Kristin Dittmar bei der Eröffnung der Veranstaltung. „Sie übernehmen Verantwortung für ihre Kolleginnen und Kollegen und gestalten die Zukunft ihrer Betriebe aktiv mit.“
Der Netzwerktag stand unter dem Motto „Team Mitbestimmung – Dein Netzwerk“. An insgesamt zehn Informations- und Austauschstationen konnten sich die Teilnehmenden zu Themen wie Tarifpolitik, Entgeltsystemen, Betriebsvereinbarungen, Leiharbeit, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Vereinigungsfreiheit sowie Bildungsangeboten für Betriebsräte informieren und miteinander ins Gespräch kommen.
Im Mittelpunkt stand dabei vor allem der Austausch über betriebliche Herausforderungen. Denn die Aufgaben für Betriebsräte werden in den kommenden Jahren nicht kleiner: Transformation, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Arbeitszeitfragen, Personalabbau und Standortentscheidungen beschäftigen viele Unternehmen in der Region.
„Gerade in bewegten Zeiten brauchen Betriebsräte ein starkes Netzwerk und verlässliche Unterstützung. Niemand muss diese Herausforderungen alleine bewältigen“, erklärte Dittmar. Betriebsräte und IG Metall seien dabei ein starkes Team. Die Beschäftigten vor Ort kennen die Situation in ihren Betrieben, während die Gewerkschaft mit Expertise, Bildungsangeboten, Beratung und Erfahrung aus Hunderten von Betrieben unterstütze.
Für Benjamin Freund ist deshalb klar: „Mitbestimmung lebt von Zusammenarbeit, Qualifizierung und Vernetzung. Genau das haben wir mit unserem Betriebsräte-Netzwerk ermöglicht. Die große Beteiligung zeigt, wie groß das Interesse an Austausch und gemeinsamer Gestaltung ist.“
Die IG Metall Landshut kündigte an, das Netzwerk auch in den kommenden Jahren weiter auszubauen und die neu- und wiedergewählten Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter eng bei ihrer Arbeit zu begleiten. Ziel sei es, die Mitbestimmung in den Betrieben der Region weiter zu stärken und die Betriebsräte bestmöglich auf die Herausforderungen der neuen Amtszeit vorzubereiten.

