
Kristin Dittmar und Benjamin Freund auf der Delegiertenversammlung der IG Metall in Ergolding. - Foto: Bojidar Beremski
Ergolding/Landshut – pm (26.02.2026) Die Delegiertenversammlung der IG Metall Landshut am gestrigen Mittwoch im Bürgersaal Ergolding stand ganz im Zeichen der Nachwahl zur Zweiten Bevollmächtigten. Anlass war der angekündigte Rücktritt des amtierenden Zweiten Bevollmächtigten Rudi Gallenberger, der seine Funktion aus gesundheitlichen Gründen zum 31. März niederlegen wird.
Mit einem außergewöhnlich starken Ergebnis wurde Kristin Dittmar von den 124 stimmberechtigten Delegierten zur neuen Zweiten Bevollmächtigten gewählt. Sie erhielt 123 Ja-Stimmen bei 123 abgegebenen, gültigen Stimmen – das entspricht einer Zustimmung von 100 Prozent. Die Doppelspitze der IG Metall Landshut, bestehend aus dem Ersten Bevollmächtigten und Kassierer Benjamin Freund sowie der neuen Zweiten Bevollmächtigten Kristin Dittmar, ist damit wieder komplett.
Dittmar formuliert im Anschluss an ihre Wahl: „Dieses Ergebnis macht mich stolz und unglaublich dankbar. Die einstimmige Zustimmung gibt mir Rückenwind für die großen Aufgaben, die vor uns liegen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Benjamin, unserem ganzen Team und den vielen Ehrenamtlichen die IG Metall Landshut weiter stark zu machen.“
Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Landshut bedankt sich bei den Delegierten für dieses starke Signal. Freund wörtlich: „Wir stehen vor enormen Herausforderungen: die angespannte wirtschaftliche Lage, massive Angriffe auf unseren Sozialstaat und gewerkschaftliche Errungenschaften, die Gestaltung der Transformation in einer Region mit ausgeprägter Automobilindustrie, die anstehenden Betriebsratswahlen und eine wichtige Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Gerade in solchen Zeiten braucht es eine starke IG Metall Landshut und eine funktionierende Führungsspitze. Ich bin froh, dass wir mit Kristin eine kompetente, engagierte und hochmotivierte Kollegin an unserer Seite haben.“
Kristin Dittmar ist 34 Jahre alt und gebürtige Oberfränkin aus Naila. Nach ihrer Ausbildung zur Technischen Zeichnerin wurde sie früh gewerkschaftlich aktiv. Geprägt durch ihr gewerkschaftliches Elternhaus und eigene betriebliche Erfahrungen – unter anderem als junge Betriebsrätin in Zeiten von Stellenabbau – entschied sie sich für ein berufliches Engagement in der Gewerkschaftsarbeit.
Sie studierte Sozialökonomie in Hamburg mit Schwerpunkt Arbeitsrecht. Seit 2020 arbeitet sie als Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Bamberg, unter anderem für die Textil- und Bekleidungsindustrie, Frauenarbeit, den Rechtsschutz und die Betreuung verschiedener Betriebsratsgremien.
Dittmar steht für eine teamorientierte, offene und leidenschaftliche Gewerkschaftsarbeit. In der Geschäftsführung der IG Metall Landshut wird sie sich unter anderem um die Koordination der Haustarifvertragsverhandlungen, um die gewerkschaftliche Bildungsarbeit und um den Tarifbereich der Holz- und Kunststoffindustrie kümmern.
Die IG Metall Landshut gehört zu den größten Geschäftsstellen in Bayern. Sie vertritt rund 29.000 Mitglieder in 75 Betrieben mit einem Team aus 18 hauptamtliche Beschäftigten und etwa 1.500 ehrenamtlich Aktiven – darunter Betriebsräte, Jugend- und Auszubildendenvertreter, Schwerbehindertenvertretungen und Vertrauensleute.
Mit der Wahl von Kristin Dittmar und einer gestärkten Führungsspitze blickt die IG Metall Landshut entschlossen nach vorn: gut vorbereitet auf die betriebliche Transformation, die Herausforderungen der regional geprägten Automobilindustrie, die anstehenden Betriebsratswahlen sowie die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie 2026.

