Kooperation der Krankenhäuser

Es ist gleichermaßen hochinteressant, als auch deprimierend, wenn der Oberbürgermeister öffentlich bekennt, dass offensichtlich vorerst alle Bemühungen das Klinikum und LaKUMed zu einer vertieften Zusammenarbeit zu bringen gescheitert sind. Dabei gab es dazu unzählige Willensbekundungen nahezu aller Stadträte, aber auch des Kreisrats. Woran scheitert die Zusammenarbeit aber nun wirklich? Vordergründig sollte man meinen, dass der Landkreis kein großes Interesse an einer Form der Beteiligung an den hohen Klinikumskosten hat, informierte Kreise berichten aber, dass die Verhandlungen eher an Positionen der Stadt und der Klinikumsverwaltung gescheitert wären. Der Sache sollte man unbedingt nachgehen. Eine Fusion ist wohl, so wünschenswert diese wäre (mögliche Einsparungen vor allem im Verwaltungsbereich) , in weite Ferne gerückt, aber eine Zusammenarbeit zum Zwecke der Kosteneinsparung und Verbesserung der Versorgung der Patienten in Stadt und Landkreis muss doch möglich sein. "Richtige Gesundheitsexperten" mahnen seit geraumer Zeit an, dass die Kostenlawine im Gesundheitswesen nur bewältigbar sein wird, wenn Kliniken sich spezialisieren und in größeren Einheiten kooperieren. die Stichpunkte dabei sind: Spezialisierung und vor allem auch gegenseitige Ergänzung. So macht es bspw. überhaupt keinen Sinn, Präventivbehandlungen, Nachsorge, oder die Therapie von chronischen Erkrankungen in Kliniken mit teuren Akutbetten durchzuführen. Auch benötigen nicht mehrere Krankenhäuser in einer Region gleichartige Spezialgeräte, die über die Notwendigkeit einer ggf. lebensrettenden Grundversorgung hinausgehen. Die Spezialisierung liegt vor allem auch im Interesse der Patienten. Bspw. hat ein Chirurg, der im Laufe eines Jahres bestimmte OP-Techniken hunderte Male anwendet, wesentlich mehr Erfahrung in diesem Bereich, arbeitet besser und sogar preiswerter (z.B. durch die bessere Ausnutzung entsprechend teurer Gerätschaften). - Freundliche Grüße, Alexander Putz (FDP-Landshut)