
v. l.: Falk Bräcklein, Anja König, Gerd Steinberger, Christian Halbig, Patricia Steinberger und Hans-Peter Brunnhuber
Landshut – pm (10.02.2026) Am vergangenen Donnerstag trafen sich die Mitglieder der Ausschussgemeinschaft SPD & Linke/mut mit dem neuen Geschäftsführer des Landshuter Netzwerk e. V., Christian Halbig, zu einem ausführlichen Informationsaustausch. An dem Gespräch nahmen die Stadträtinnen Anja König und Patricia Steinberger sowie die Stadträte Gerd Steinberger und Falk Bräcklein teil.
Ziel des Treffens war das gegenseitige Kennenlernen und die Fortführung der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit, die bereits mit dem bisherigen Geschäftsführer bestanden hatte. Die Arbeit des Landshuter Netzwerks ist seit vielen Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der Landshuter Stadtgesellschaft und leistet einen wichtigen Beitrag im sozialen, gesundheitlichen und gesellschaftlichen Bereich.
Anhand einer Präsentation stellte Herr Halbig die vielschichtige Arbeit des Vereins vor. Dazu zählen unter anderem das Ambulant Begleitete Wohnen für chronisch psychisch erkrankte Erwachsene, das Tageszentrum für seelische Gesundheit als niedrigschwelliger Treffpunkt mit Beschäftigungs- und Freizeitangeboten sowie die Suchtberatung und Ambulante Rehabilitation, unter anderem bei Alkohol-, Medikamenten- und Glücksspielsucht. Auch die Suchtpräventionsarbeit an Schulen und in Betrieben wurde vorgestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte, die Unterstützung in aufenthaltsrechtlichen, sozialen und persönlichen Fragen bietet. Darüber hinaus engagiert sich das Landshuter Netzwerk stark im Bereich Seniorenarbeit, etwa mit dem Seniorenbildungs- und -kulturzentrum, Besuchsdiensten und Angeboten für Menschen mit Demenz. Ergänzt wird dies durch die Koordinierungsstelle Demenz sowie die Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern, die Angehörige, Ehrenamtliche und Kommunen berät und vernetzt.
Auch die Inklusionsbetriebe der „Netzwerker gGmbH“, etwa im Garten- und Landschaftsbau, im Malerbetrieb, im Reinigungsservice oder im Café Netzwerk, wurden thematisiert. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Dabei wurde deutlich, dass das Landshuter Netzwerk trotz projektbezogener Förderungen erhebliche Eigenmittel aufbringen muss, um seine Angebote dauerhaft aufrechterhalten zu können.
Vor diesem Hintergrund überreichten die vier Stadträt:innen eine Spende in Höhe von 500 Euro, um den Verein finanziell zu entlasten. Das Geld stammt aus der Erhöhung der Aufwandsentschädigung für Stadträt:innen, der die Mitglieder der Ausschussgemeinschaft im Jahr 2020 nicht zugestimmt hatten. Diese dennoch ausgezahlten Mittel werden für Spenden an soziale und gesellschaftliche Einrichtungen verwendet, die Aufgaben übernehmen, die ansonsten von der Stadt selbst zu leisten wären. Der Spendenübergabe schloss sich spontan Hans-Peter Brunnhuber an und überreichte zusätzlich 100 Euro von den Helferfreunden Landshut.
„Das Landshuter Netzwerk leistet tagtäglich wertvolle Arbeit für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Diese Unterstützung ist ein klares Zeichen unserer Wertschätzung und unseres politischen Verständnisses von sozialer Verantwortung“, so die Mitglieder der Ausschussgemeinschaft.

