Landshut - pm (21.10.2026) Am Mittwoch, 14. Oktober, kamen die Mitglieder der Grünen Landshut Stadt zur ersten Kreisversammlung seit der Vorstandswahl im Juli zusammen. Die Linie des Abends: nach innen mehr Expertise und Debatte, nach außen mehr Zuhören. Dazu beschlossen die Mitglieder einstimmig die Gründung eines Arbeitskreises „Bürgerdialog“. Er soll dafür sorgen, dass der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern in Landshut auch außerhalb von Wahlkämpfen im Mittelpunkt steht.
Zu Beginn verabschiedete der Kreisverband Isabella Marx als Kreisgeschäftsführerin. Sie hat Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederstrukturen und Digitalisierung in den vergangenen Monaten deutlich vorangebracht. „Wir danken Isabella herzlich für ihr professionelles Engagement und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute“, so Co-Sprecherin Hannah Jörg.
Damit Debatte und interner Austausch auch bei wachsenden Mitgliederzahlen gut funktionieren, läuft im Herbst ein interner Prozess. Dabei tauscht sich der Kreisverband gemeinsam mit der Stadtratsfraktion unter anderem auf einer Klausurtagung aus und erarbeitet eine Strategie, um insbesondere die politische Arbeit im kommenden Jahr zu gestalten.
Die Arbeitskreise Frauen, Energie und Klima, Mobilität und Stadtentwicklung sind aktiv und berichteten der Versammlung von ihren Themen. Sie arbeiten zu kommunalpolitischen Themen, und Mitglieder bringen dort ihre Expertise ein. Der neue Arbeitskreis „Bürgerdialog“ geht von der Überzeugung aus, dass Beteiligung mehr sein muss als Infostände kurz vor Wahlen. Die Landshuterinnen und Landshuter sollen nicht nur informiert werden, die Grünen wollen ihnen auch zuhören. „Wir wollen auch außerhalb von Wahlkampfzeiten im Gespräch bleiben und noch feinere Antennen nach außen entwickeln“, so Vorstandsmitglied und Mitinitiatorin des Arbeitskreises Laura Pollard.
Co-Sprecherin Julia Oberland berichtete von der Landesdelegiertenkonferenz in der Landshuter Sparkassenarena unter dem Motto „Deine Freiheit, unser Auftrag“. Im Mittelpunkt standen die Freiheitsenergien, also erneuerbare Energien, die unabhängig von Autokraten und der fossilen Energielobby machen und zum Beispiel über Energiegenossenschaften auch direkt den Kommunen zugutekommen können. Dazu kam die Frage, was Freiheit heute bedeutet. Darüber diskutierten die beiden Landesvorsitzenden mit der Schriftstellerin Anne Rabe und Collin Fernandes.
Zum Abschluss berichtete die Fraktionsspitze mit Anita Gromotka und Christoph Rabl aus dem Stadtrat, informierte über Anträge und Abstimmungen und tauschte sich mit den Mitgliedern darüber aus. Im Fokus standen das abgelehnte Wasserspiel vor dem Rathaus und die Umgestaltung des Regierungsplatzes. Für Letztere regte die Basis eine Planung durch ein qualifiziertes Landschaftsarchitekturbüro an. Die Umgestaltung werde den Platz über Jahrzehnte prägen und die Richtung für weitere klimagerechte Anpassungen in der Innenstadt vorgeben.

