
Falk Bräcklein, Anja König, Gerd und Patricia Steinberger (v. l.) haben insgesamt vier Haushaltsanträge gestellt.
Landshut – pm (09.02.2026) Die Ausschussgemeinschaft SPD & Linke/mut hat zum Haushalt 2026 mehrere Anträge in den Landshuter Stadtrat eingebracht. Ziel ist es, gezielt in soziale Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum, den Sportstandort sowie in nachhaltige Maßnahmen zur Klimaanpassung und Energieversorgung zu investieren. Fraktionsvorsitzende Anja König macht deutlich:
„Ein Haushalt ist nicht nur bloßes Zahlenwerk, sondern eine politische Entscheidung. Wer heute nicht in Daseinsvorsorge, Wohnen und Sport investiert, zahlt morgen einen deutlich höheren Preis.“
Ein zentraler Antrag betrifft die Einhausung des 50-Meter-Schwimmerbeckens im Stadtbad Landshut. Durch ein Cabrio-Dach oder eine Traglufthalle soll das bisherige Freibadbecken auch während der Hallenbadsaison nutzbar werden. Hintergrund ist der steigende Bedarf an Wasserflächen durch Bevölkerungswachstum sowie der Wegfall früherer Schulbäder. Die Maßnahme würde insbesondere dem Schulschwimmen, den Schwimmvereinen, der Wasserwacht und der Öffentlichkeit zugutekommen. Patricia Steinberger betont: „Landshut ist gewachsen, das Angebot an Wasserflächen aber nicht. Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit konkurrieren um knappe Zeiten. Das ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Prioritäten – und die wollen wir ändern.“
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem bezahlbaren Wohnraum. Die Ausschussgemeinschaft fordert, dass die Stadt der Landshuter Stadtbau GmbH gezielt geeignete städtische Grundstücke zur Verfügung stellt. Damit soll die kommunale Wohnungsbaugesellschaft in die Lage versetzt werden, dauerhaft bezahlbare Mietwohnungen zu schaffen und dem angespannten Wohnungsmarkt aktiv entgegenzuwirken. Gerd Steinberger fordert mehr Entschlossenheit: „Der Markt wird das Wohnungsproblem nicht lösen. Wenn die Stadt nicht aktiv Bodenpolitik betreibt und der Stadtbau Grundstücke zur Verfügung stellt, verlieren wir dauerhaft die Steuerungsmöglichkeit“.
Auch der Sport und Klimaschutz findet sich in den Anträgen wieder: Für den TV 64 Landshut soll eine Photovoltaik-Anlage zur Eigenstromnutzung auf dem Vereinsgebäude geprüft und umgesetzt werden. Ziel ist es, die stark gestiegenen Energiekosten des Vereins dauerhaft zu senken und gleichzeitig einen Beitrag zum kommunalen Klimaschutz zu leisten. Anja König kritisiert die Situation vieler Vereine: „Unsere Sportvereine halten die Stadtgesellschaft zusammen – und kämpfen gleichzeitig ums finanzielle Überleben. Das darf man nicht länger mit warmen Worten begleiten, sondern muss konkret handeln.“ Zur geplanten PV-Anlage beim TV 64 Landshut ergänzt König: „Klimaschutz darf nicht nur Appell sein. Wenn wir Vereine bei der Eigenstromerzeugung unterstützen, entlasten wir sie finanziell und erreichen unsere Klimaziele ganz praktisch.“
Darüber hinaus beantragt die Ausschussgemeinschaft Haushaltsmittel für die Sanierung des Tribünendachs der Spielvereinigung Landshut. Angesichts des baulichen Zustands und möglicher höherer Anforderungen bei einem Aufstieg in die Bayernliga soll die Sportstätte zukunftsfähig, sicher und attraktiv für Zuschauerinnen und Zuschauer gemacht werden. Falk Bräcklein betont mit Blick auf die Spielvereinigung Landshut: „Sportlicher Erfolg darf nicht an maroder Infrastruktur scheitern. Wer den Sportstandort Landshut ernst nimmt, muss auch bereit sein, in Sicherheit und Qualität der Anlagen zu investieren.“
„Unsere Haushaltsanträge stehen für eine Stadtpolitik, die soziale Verantwortung, Sportförderung, Klimaschutz und Daseinsvorsorge zusammendenkt“, sind sich die Mitglieder der Ausschussgemeinschaft sicher. Entscheidend sei, frühzeitig Planungssicherheit zu schaffen und gezielt dort zu investieren, wo die Menschen in Landshut unmittelbar profitieren.

