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Landkreis-FDP: Ist das todkranke Gesundheitssystem noch zu retten? Dr. Westphal: "Deutsches System besteht jeden Vergleich. Zu viele Krankenhausbetten"

Landkreis Landshut - Mit der Fragestellung “Ist das todkranke Gesundheitssystem noch zu retten?“ haben sich die „Liberalen 60 plus“ kein leichtes Thema für ihr letztes Treffen im März ausgesucht, meinte Ernst Minarzick. Danach sprach Kinder- und Jugendarzt Dr. med. Joachim Westphal zu diesem Thema.

Wegen der Komplexität der Materie sind keine einfachen Lösungen verfügbar, denn die verschiedenen Gesundheitssysteme auf der Welt haben Vor- und Nachteile. Jedes Justieren eines Rädchens setzt schwer kalkulierbar „unendlich“ viele weitere Teile im Getriebe in Bewegung, meinte Dr. Westphal.

Es ist sehr schwer, für die ungleichen Infrastrukturen von Hausärzten, Fachärzten oder angestellten Ärzten einen Rahmen zu schaffen, der allen gleichermaßen gerecht wird. Fachärzte haben wirtschaftliche Interessen, die durchaus mit denen der Hausärzte oder angestellten Ärzte kollidieren können und umgekehrt.

Aber alle Ärzte vereinen die Wünsche, dass Budgetierungen von medizinischen Leistungen, Medikamenten, Hilfsmitteln und Heilmitteln nicht mit persönlicher Haftung in die Hände der Ärzte gelegt werden und der Abbau der Bürokratie vorangetrieben wird. Der Arzt ist medizinischer Anwalt der Patienten. Als Vertrauter seiner Klientel kann dem Arzt nicht die Rationierung medizinischer Leistungen übertragen werden, weil ihn dies nicht nur vor ethische Probleme stellt, sondern auch das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient tiefgreifend stört.

Des Weiteren führte Dr. Westphal aus, dass das deutsche Gesundheitssystem keinen Vergleich mit anderen Ländern zu scheuen braucht. Das Sozialstaats-Musterland Schweden beispielsweise kann wegen der dünnen Besiedelung und großen Entfernungen unserem Standard in der Notfallversorgung nicht folgen. Zuzahlungen für medizinische Leistungen beim Haus- oder Facharzt und für Medikamente sind in Schweden bis zu einer jährlichen Obergrenze immer zu leisten. Die freie Arztwahl existiert dort praktisch nicht.

Mit Blick auf die USA führte Dr. Westphal aus, dass die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung ein solider Baustein der deutschen Gesundheitspolitik ist. Der Anteil der Einwohner
in den USA, die weder eine Krankenversicherung noch einen Anspruch auf staatliche Gesundheitsfürsorge haben, liegt immerhin bei ca. 15%, während in Deutschland lediglich ca. 0,2% trotz Versicherungspflicht nicht krankenversichert sind.

Für Ärzte bestehen in Deutschland im internationalen Vergleich gute Einkommensmöglichkeiten. Auch in der medizinischen Versorgung der Patienten und der Infrastruktur ist Deutschland im internationalen Vergleich in der Spitzengruppe angesiedelt. Nur im Vergleich der vorgehaltenen Krankenhausbetten besteht in Deutschland ein Überangebot, welches reduziert werden sollte.

Im internationalen Vergleich der pro Kopf Ausgaben im Gesundheitssystem ist Deutschland preisgünstig für die Patienten. Abschließend wurden durch Dr. Westphal mögliche liberale Positionen in der aktuellen Gesundheitspolitik formuliert:

ODER

Um das bestehende Gesundheitssystem auch langfristig zu erhalten, forderte Dr. Westphal, sich künftig auch noch  stärker für folgende liberale Positionen in der aktuellen Gesundheitspolitik einzusetzen:

1. Um die Beitragsstabilität in den gesetzlichen Krankenkassen zu erhalten, sind alle Gesundheitskosten für Flüchtlinge im Asylverfahren und für anerkannte Flüchtlinge, die direkt in Hartz IV landen, aus Steuereinnahmen zu leisten.

2. Die Freiberuflichkeit ist Voraussetzung für die Unabhängigkeit von Ärzten im diagnostischen und therapeutischen Handeln.

3. Die Rechte der Versicherten auf freie Arzt- und Krankenhauswahl muss gewahrt bleiben.

4. Die Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen und der medizinischen Fortschritt können nur durch
Mut zu mehr Wettbewerb verbessert werden.

Als Beispiel für die überzogene Bürokratie im Gesundheitssystem verwies die FDP Kreisvorsitzende und Landesvorstandsmitglied Nicole Bauer auf die Terminservicestellen. „Die kürzlich von der Großen Koalition eingeführten Terminservicestellen sind reiner bürokratischer Unsinn und für Notfälle teuer. Sie entziehen dem Patienten die freie Arztwahl und kommen einer Zwangsterminierung von Facharztterminen nahe. Der Patient muss selbst entscheiden können, zu welchem Arzt seines Vertrauens er gehen möchte“, so Bauer weiter.

Nach einer lebhaften Diskussion meinte Minarzick, dass wir im Großen und Ganzen mit unserm Gesundheitssystem zufrieden sein können. Trotzdem müssen wir die Entwicklung immer im Auge haben, damit uns die Kosten nicht über den Kopf wachsen. Minarzick bedankte sich bei Dr. Westphal.

Vogginger

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