
Der große Edeka-Lebensmittelmarkt in der Inneren Münchner Straße (Landshut) steht zum Verdruss vieler ehemaliger Kunden seit 2 1/2 Jahren leer.
„Die Versorgung mit Produkten des täglichen Bedarfs wird immer schwieriger. Nicht nur in der Stadt werden die Geschäfte immer weniger und dafür immer größer, während die Vielfalt der Läden abnimmt.
Vor allem im ländlichen Raum hat sich die Situation in Bezug auf eine fußläufige Nahversorgung enorm verschlechtert“, so bewertet Rosi Steinberger, Landtagsabgeordnete der Grünen in Niederbayern, die Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der Grünen.
„Man muss vielerorts leider mittlerweile von einer Ganz-weit-weg-Versorgung sprechen“, so die Abgeordnete. In Niederbayern hätte sich die Anzahl der kleineren Geschäfte (bis 400 qm Verkaufsfläche) in den letzten zehn Jahren um knapp 40 % verringert, während die Anzahl der größeren Läden niederbayernweit um 6 % gestiegen sei. Vor allem im ländlichen Raum wären die Zahlen niederschmetternd.
„Der Dorfladen stirbt aus und wenn es nach Heimatminister Söder geht, der in Zukunft die Anforderungen für die Ansiedlung von Gewerbe weiter erleichtern will, werden damit die Wellblechhütten von Discounter und Co weiterhin vermehrt am Ortsrand und sogar in der Landschaft aus dem Boden sprießen“ schimpft Steinberger.
Die Landtags-Grünen fordern dagegen eine stärkere Förderung der regionalen Direktvermarktung. „Das große Potenzial liegt in der regionalen Wertschöpfungskette. Wir müssen vom Saatgut bis zum Verbraucher denken, in Verbindung mit einer gesicherten Nahversorgung“ so Rosi Steinberger, „nur so können wir lebendige Ortskerne im ländlichen Raum erhalten“.

