
Der Hauptplatz von Ried im Innkreis.
Landshut/Ried - hs (24.12.2023) Oberbürgermeister Josef Deimer war erst im vierten Jahr im Amt (1974) als er mit der österreichischen Stadt Ried im Innviertel, heute knapp 13.000 Einwohner groß, einen offiziellen Partnerschaftsvertrag schloss. Partnerschaftsveträge gab es zuvor erst mit Elgin (Schottland) 1956 und mit Compiegne (Frankreich) 1962.
Erst 1981 folgte die Partnerschaft mit Schio (Italien) und 2002 die Partnerschaft mit Hermannstadt/Sibiu (Rumänien). Eine Partnerschaft mit einer polnischen Stadt war zwar immer wieder in der Diskussion, aber es kam nie dazu, was bei der letzten Landshuter Hochzeit auch den polnischen Konsul auf der Ehrentribühne recht verwunderte. Die Nachbargemeinden Kumhausen und Furth haben jeweils recht lebhafte Partnerschaften mit polnischen Gemeinden.
Ried ist Mittelzentrum und Bezirkshauptstadt, auch Messestadt und Musikstadt mit einem weitum bekannten Orchester und einer - man höre - Landesmusikschule mit derzeit 1.200 Musikschülern. Nicht zuletzt ist Ried eine ehrgeizige Fußballstadt. 1995 ist der SV Ried sogar erstmals in die Erste Bundesliga aufgestiegen, freilich mittlerweile auch zweimal wieder in die 2. Liga abgestiegen. Landshut könnte im Fußball - als mit der SpVgg als Landesligist im Tabellenmittelfeld - vergleichsweise da nicht mithalten. Überregional bekannt sind in Ried auch das dortige Volkskundehaus und das Biermuseum.
Aus Ried stammt auch der zuletzt bei Wolfsburg und Frankfurt recht erfolgreiche Cheftrainer Oliver Glasner (49), der ehemals 2014/15 den SV Ried erfolgrech in der Ersten Liga trainierte. Er wechselte von dort nach Linz und Salzburg und schließlich nach Deutschland. Geboren wurde Glasner in Salzburg just im Jahr 1974 als der Partnerschaftsvertrag am 5. Okober 1974 von Landshut mit Ried geschlossen wurde.

