Landshut (15.03.2016) - Anders als sein Kollege und Konkurrent Bernlochner fand Simon Pausinger bislang wenig Beachtung. Dabei war er neben Bernlochner der bedeutendste Baumeister seiner Zeit. Sein Geburtsjahr 1792 fällt noch in den »Herbst des alten Handwerks«, seine späten Jahre prägt bereits die Industrielle Revolution: 1858/59 beteiligt er sich am Bau des ersten Landshuter Bahnhofs und der Bahnlinie nach Regensburg. Als Geselle kommt er nach Landshut, heiratet die Tochter des Stadtmaurermeisters Thadäus Leithner. Ab den späten 1830er Jahren sorgt ein kontinuierlicher Bevölkerungsanstieg für einen steten Bedarf an neuem Wohnraum. Pausinger bringt es zu Ansehen und Wohlstand. Als Magistratsrat kontrolliert er das städtische Bauwesen. Der Vortrag folgt den Spuren dieser markanten Persönlichkeit zwischen traditionellem Handwerk und modernen Unternehmertum.

