
v. l.: Wilfried Ständer, Werner Peisl, Marlene Schönberger MdB, Thomas Maier, Victoria Broßart MdB und Dominik Breiter
Niederbayern – pm (24.02.2026) Im Rahmen einer Gesprächsreihe mit Parteien im Bundestag trafen sich Vertreter des Forums Bahnlärm Untere Isar mit MdB Victoria Broßart (Mitglied des Verkehrsausschusses im Bundestag) und MdB Marlene Schönberger sowie Kreisrat Thomas Maier und Stadtratskandidat Dominik Breiter (alle BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und besprachen den geplanten Ausbau der Bahnstrecke Landshut-Plattling.
Von Seiten des Forums Bahnlärm Untere Isar wurde betont, dass alle geplanten Einzelbaumaßnahmen entlang der Strecke der Kapazitätserhöhung der gesamten Strecke dienen und den Bahnlärm signifikant erhöhen werden. Aus der Vorplanung der DB InfraGO geht hervor, dass in den sogenannten Baulücken, also zum Beispiel in den Wohngebieten in Ergolding, Dingolfing und Otzing keinerlei Lärmschutz vorgesehen ist.
Die Sprecher des Forums Bahnlärm Untere Isar, Werner Peisl und Wilfried Ständer, haben ihre Erwartung verdeutlicht, dass der Verkehrsausschuss im Bundestag den Weg ebnet für einen adäquaten Lärm- und Erschütterungsschutz an der kompletten Strecke. Auch das Umweltbundesamt hat in der aktuellen Studie „Verkehrswende und Konzept für einen leiseren Schienenverkehr bis 2030“ festgestellt, dass eine „einheitliche Herangehensweise und Schließung von Regelungslücken“ erforderlich ist. Dazu zählt auch die Behandlung der Baulücken.
Victoria Broßart sieht in dem Ausbau der Bahnstrecke Landshut - Plattling einen großen Gewinn für die Region: „Zukünftig wird der Nahverkehr auf der Strecke mit 30-Minuten-Takt und kürzeren Fahrzeiten deutlich attraktiver. Damit die zusätzlichen Züge nicht zur Belastung der Anwohner*innen werden, braucht es einen adäquaten Lärmschutz. Wir Grüne setzen uns dafür ein, den Lärm direkt an der Quelle zu verringern: Das heißt leisere Züge und regelmäßige Kontrollen von Güterwagen. Wo das nicht ausreicht, muss es weitere Schutzmaßnahmen durch Lärmschutzwände geben."
Auch Marlene Schönberger bestätigte die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung der vielen Einzelmaßnahmen und appelliert an ihren Kollegen Baumgartner: „In der Summe ergeben Aneinanderreihungen von Einzelmaßnahmen eine Kapazitätserhöhung der Strecke, was konsequenterweise zu mehr Lärm führt. Ich setzte große Hoffnungen in meinen Kollegen Herrn Baumgartner, der für Dingolfing-Landau im Verkehrsausschuss sitzt und die Verkehrssituation sehr genau kennt. Auch er muss wissen: Lärmschutz muss von Anfang an mitgedacht werden. Anders als der Ampel stehen der jetzigen Bundesregierung 500 Milliarden Euro für Infrastruktur und Klimaschutz bereit; diese Mittel müssen auch für den Schutz der Anwohnenden eingesetzt werden.“
Detaillierte Informationen sind unter: www.forum-bahnlaerm-untere-isar.de abrufbar.

