Freyung - pm (12.02.2026) Der Zentinger Abgeordnete Toni Schuberl (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) kritisiert in einer Anfrage an die Staatsregierung die langsamen Fortschritte bei dem Aufbau des Aus- und Fortbildungszentrum der Bayerischen Polizei in Freyung. Er fordert von der Staatsregierung Daten zum bisherigen Betrieb, einen klaren Zeitplan und er möchte wissen, warum für das Zentrum im Haushaltsentwurf der Regierung kaum Mittel vorgesehen sind.
Schuberl hat eine Ahnung, woran das liegen könnte: "Ich befürchte, dass Söder das Projekt auf die lange Bank schiebt, damit sein vorgelegter Haushalt schöner aussieht. Durch das Sondervermögen steht uns so viel Geld wie noch nie zur Verfügung, aber an Freyung wird wieder gespart."
Das Innenministerium gab 2024 an, für den Umbau der Klinikgebäude insgesamt 210 Millionen Euro zu brauchen. Der Freyunger Stadtrat forderte den Landtag daher im letzten Jahr einstimmig auf, für 2026 mindestens 3,5 Millionen Euro einzuplanen, damit der Umbau zügig voran geht. Diese fehlen aber im Haushaltsentwurf.
Eigentlich gilt das Fortbildungszentrum schon als eröffnet, doch Schuberl kritisiert: "Es läuft ein Minimalbetrieb. Wir sind weit weg von den versprochenen 80 Stellen und den jährlich 4.000 Kursteilnehmenden. Und wenn ich mir das Wenige anschaue, was es an konkreter Planung so gibt, werden wir auch in zwei Jahren nicht viel weiter sein."
Schuberl möchte verhindern, dass das Ausbildungszentrum zu einem "zweiten Verwaltungsgericht" wird: "Auch beim Gericht wurde Freyung viel versprochen, was nicht gehalten worden ist. Viel Versprechen, wenig liefern: Das mag zwar Söders Markenkern sein, aber damit darf er in Freyung nicht länger durchkommen."
Die Antwort der Staatsregierung steht noch aus.

