Bayern - pm (05.08.2026) Die KEG Bayern begrüßt die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, Schweinfurt als Standort für eine europäische KI-Gigafabrik ins Rennen zu schicken. Die KEG verbindet dies jedoch mit einer klaren Forderung: Wer Bayern zum führenden KI-Standort machen will, muss Bildung und digitale Kompetenzen mit derselben Entschlossenheit stärken wie die technologische Infrastruktur.
„Eine KI-Gigafabrik allein macht Bayern noch nicht zum KI-Land. Die eigentliche Zukunft entsteht jeden Morgen in unseren Grund- und Mittelschulen. Wer Milliarden in Rechenzentren investiert, muss genauso entschlossen in die Bildung unserer Kinder investieren – sonst bauen wir Hochleistungscomputer, aber vergessen die Menschen, die sie verantwortungsvoll nutzen sollen“, erklärt Martin Goppel, Landesvorsitzender der KEG Bayern.
Nach Auffassung der KEG beginnt der verantwortungsvolle Umgang mit Künstlicher Intelligenz bereits in der Grund- und Mittelschule. Dort erwerben Kinder und Jugendliche Medienkompetenz, kritisches Denken und ethische Urteilsfähigkeit – Grundlagen für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit KI.
Die KEG Bayern engagiert sich gemeinsam mit dem Bayerischen Digitalministerium seit Jahren im Bündnis gegen Desinformation und entwickelt Fortbildungs- und Bildungsangebote für Schulen. Ziel ist es, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie Schülerinnen und Schüler für den kompetenten Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu qualifizieren und zugleich ihre Fähigkeit zur kritischen Einordnung digitaler Inhalte zu stärken.
Auch die internationale Debatte zeigt, dass technologische Innovation und ethische Verantwortung zusammengehören. Papst Leo XIV. hat betont, dass Künstliche Intelligenz dem Menschen dienen und seine Würde achten müsse. Für die KEG gilt dieser Anspruch auch für die Bildungspolitik: Wer KI gestaltet, muss Menschen befähigen, sie kompetent, kritisch und werteorientiert einzusetzen.
„Bayern hat die Chance, Vorreiter für verantwortungsvolle Künstliche Intelligenz in Europa zu werden. Aber der wichtigste Prozessor sitzt nicht im Rechenzentrum – sondern zwischen den Ohren unserer Kinder. Deshalb muss jede KI-Strategie mit einer Bildungsstrategie beginnen“, so Goppel.
Die KEG Bayern fordert deshalb, Investitionen in KI-Technologie konsequent mit Investitionen in Bildung zu verbinden. Neben leistungsfähiger Infrastruktur braucht Bayern gut ausgestattete Schulen, qualifizierte Lehrkräfte und verbindliche Konzepte zur Förderung von Medien- und KI-Kompetenz. Nur so entsteht technologische Souveränität, die auf Wissen, Verantwortung und demokratischen Werten gründet.
Die KEG Bayern bietet Schulen und Kindertageseinrichtungen Fortbildungen, Vorträge und praxisnahe Unterstützung zu den Themen Künstliche Intelligenz, Medienkompetenz und Desinformation an.

