Schon die Einladungskarte zur Ausstelllungs-Eröffnng sorgte für kontrovese Diskussinen: Der Umriss der Skulptur "Kugelkaryatide" von Fritz Koenig gibt den Blick auf das Gemälde "Sommerfreuden" von Bernhard Kühlewein frei. Dort tummeln sich nackte Badende. Darunter ist der Schriftzug "Kühlewein + Koenig. Ein intensives Doppel".
Landshut - pm (04.08.2026) Jeden Di., Mi., Do., Fr., Sa., So. - jeweils von 10 bis 17Uhr - ist noch bis zum 10. Januar 2027 im KOENIGmuseum die mittlerweile doch recht kontrovers diskutierte Ausstellung zu sehen. Veranstalter ist die Stadt Landshut - Städtische Museen. - Nach einer Malerlehre studierte Bernhard Kühlewein (*1938) Malerei an der Münchner Akademie.
Als Stipendiat war er ein Jahr an der Villa Massimo in Rom. Seit 1969 wohnt er in einem Bauernhof in Tiefenbach bei Landshut, den er zu einer schmucken Künstlerresidenz ausbaute.
Die großformatigen Ölgemälde der vergangenen 20 Jahre stellen den Höhepunkt seines Schaffens dar. Die Farbschichtungen zeigen höchstes handwerkliches Vermögen. Die Bilderzählungen sind mit ihrer Verwebung aus Erlebnis, Erinnerung und Vorstellung einzigartig. Als realistischer Maler behauptet sich Kühlewein gegen den erweiterten Kunstbegriff. Mit einer Auswahl seiner Großformate tritt der Maler nun im KOENIGmuseum in Dialog mit dem Bildhauer Fritz Koenig. Damit sind zwei prominente Landshuter Vertreter der Nachkriegsmoderne in einer Ausstellung vereint.
Die Gemälde Kühleweins gehören zu einer großzügigen Schenkung des Künstlers, die der Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V. den Museen der Stadt als Dauerleihgabe überließ. Anlass der Ausstellung ist das Erscheinen des Werkverzeichnisses dieser Bestände, das im Museum zu erwerben ist.

