Im Internview mit Radio Trausnitz brachte Oberbürgermeister Hans Rampf - ehemals (vor Rainer Beck) selbst Mitgesellschafter der LES-GmbH - als Mitglied jener "Elefantenrunde", die am Donnerstagabend im EVL-Geschäftszimmer zusammentraf, seine Einschätzung der Lage zum Ausdruck. Demnach müsse LES-Alleingesellschafter Rainer Beck noch mehrere hundertausend Euro in die LES-GmbH stecken, ein Darlehen und eine Bürgschaft würden da "keineswegs ausreichen". Rampf sieht ansonsten die Gefahr, dass dem EVL "unter Umständen auch noch die Oberliga-Lizenz entzogen wird".
Die besagte Donnerstagabend-Runde bekam Einblick in die LES-Bilanzen. Teilnehmer waren auch Manager Christian Donbeck, EVL-Vorsitzender Helmut Barnerssoi, Hans Eller, Stefan Brandl (vom Hauptsponsor ebmpapst) und weitere Sponsoren sowie ein Rechtsanwalt. Anfang kommender Woche soll, so Rampf im Radio, ein "finales Gespräch" mit Rainer Beck stattfinden. Dieser hatte noch letzte Woche erklärt, LES-GmbH-Anteile an zusätzliche Gesellschafter abgeben zu wollen, damit die Verantwortung künftig auf mehrere Schultern verteilt wird. Beck nahm an der Donnerstagabend-Runde nicht teil.
Außer OB Rampf hat bisher sonst keiner der "Elefantenrunde" öffentlich Stellung bezogen. Der Stadt schuldet die LES GmbH ja noch Hallenmieten in der Größenordnung von ca. 60.000 Euro. Ob auch noch Stromzahlungen offen sind, ist im Detail nicht bekannt.
Rampf geht erst einige Tage nach der Sitzung des Feriensenats (21.August) in Urlaub. Bis zum Feriensenat sollten die Fronten mit Rainer Beck geklärt sein. Der Stadtrat wird ja bei dieser öffentlichen Sitzung nochmals das mehrjährige Sanierungskonzept (ca. 18 Mio. Euro) für die Eishalle behandeln und darüber abstimmen. - Weiterhin verhalten sich die EVL-Fans sehr zurückhaltend. /hs

