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Jederzeit von überall - Digitalisierung schreitet im Landratsamt Landshut voran

landrat holzner alfredDigitalisierung: Landrat Holzner macht Dampf - Foto Landratsamt

Landkreis Landshut / Essenbch - pm (19,08.2026) Online-Shopping, Flüge und Unterkünfte buchen, Terminvereinbarung beim Arzt: Der Alltag der meisten Menschen läuft größtenteils digital ab. Das Bayerische Digitalgesetz sorgt dafür, dass auch die öffentliche Verwaltung Zug um Zug digitaler wird: Auch im Landkreis Landshut werden die Vorgaben bereits erfolgreich umgesetzt und ermöglicht Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen den unkomplizierten und zeitlich unabhängigen Zugang zu den Leistungen des Landratsamtes. Bei der Fülle an Aufgaben am Landratsamt ist der Weg zu digitalisierten Behörde ein Groß-Projekt.

Schritt für Schritt werden seit Anfang 2022 die digitalen Dienste vom E-Government-Team immer weiter ausgebaut. Herausforderungen sind dabei unter anderem die laufenden rechtlichen Veränderungen, aber auch die rasant fortschreitende technische Entwicklung, mit der das Landratsamt natürlich ebenfalls immer Schritt halten muss. Darüber hinaus muss natürlich gleichzeitig gewährleistet sein, dass die persönlichen Daten des Bürgers auf dem Hinweg, bei der Verarbeitung und gegebenenfalls auf dem Rückweg verschlüsselt und gesichert bleiben.

Fahrzeuge zulassen oder abmelden, einen Antrag auf Einbürgerung stellen, eine Ehrenamtskarte beantragen oder einfach nur die sichere Kommunikation mit dem Landratsamt – das alles und noch viel mehr klappt bereits digital. Über 2 000 Vorgänge sind es aktuell insgesamt, die sich online erledigen lassen und für die die Bürger nicht mehr die Behörde aufsuchen müssen. Und täglich werden es mehr.

Neben den zentralen Diensten, die von Bund oder Freistaat zur Verfügung gestellt werden, hat das Landratsamt Landshut Lösungen gefunden, um auf alle Belange eingehen zu können: in individueller Eigenerstellung, als bereitgestellte Lösung einer anderen Kommune oder die Anfertigung eines Drittanbieters. Der Zugang erfolgt über die Homepage des Landkreises (www.landkreis-landshut.de). Hier sind die Online-Dienste zentral abrufbar, aber auch im jeweiligen Fachbereich. Um die Dienste nutzen zu können, benötigt der Bürger eine Bayern-ID, die er über das ELSTER-Zertifikat (verbreitet durch die Online-Steuererklärung) oder einen neueren Personalausweis erstellen kann, um die eigene, digitale Identität nachweisen zu können. Diese wird bis Jahresende von der Bund-ID abgelöst, um auch den EU-weit eingeführten Standards nachkommen zu können.

Zu den vermutlich am häufigsten frequentierten digitalen Anträgen gehören die Formulare von Wasserrecht, Führerscheinstelle und Ausländerbehörde. Unter den in Eigenregie erstellten Formularen gehören der Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe und die Meldung von Krankheiten nach dem Infektionsschutzgesetz oder die Formulare für Einsammeln bzw. Befördern von Abfall. Aber auch termin- bzw. veranstaltungsbezogene Anmeldeformulare wie das für den Wärmepumpe-Infoabend im Mai werden häufig genutzt. Dabei handelt es sich natürlich rein um die an den Bürger gerichteten Verwaltungsdienstleistungen. Hinzu kommen die intern digitalisierten Abläufe, welche für einen möglichst geringen bürokratischen sowie papier- und zeitarmen Ablauf innerhalb der Behörde ebenfalls eine essenzielle Rolle spielen. Neben dem Bereitstellen von Formularen für die Mitarbeiter des Landratsamtes fallen hierunter unter anderem Schnittstellen und robotisierte Prozessautomatisierung.

Besonders wichtig wird hier der Bereich Führerscheine werden – denn mit dem verpflichtenden Führerscheinumtausch ist das Antragsaufkommen schlagartig extrem hoch und es kann zu längeren Bearbeitungszeiten kommen. Um das zu vermeiden, bittet die Führerscheinstelle, bereits frühzeitig die Anträge zu stellen – gerne auch digital, um die Abwicklung ohne Medienbruch gestalten zu können. Aktuell sind die Führerscheine mit den Ausstellungsjahren 2002 bis 2004 am Zug.

Ein weiterer Meilenstein war der Abschluss des „ÖGD-Projekts“: Hier wurde das Gesundheitsamt von Grund auf mit digitalen Lösungen ausgestattet. Der Landkreis konnte hier über 1,1 Millionen Euro Fördermittel in die Region holen, um das Gesundheitsamt für die Zukunft zu rüsten. Neben einer automatisierten Schuleingangsuntersuchung und Meldungen nach dem Infektionsschutzgesetz wurden die IT-Infrastruktur erneuert und die Sachbearbeiter im Außendienst mit Tablets ausgestattet, gesonderte Softwarelösungen geschaffen und viele Prozesse neu strukturiert.

Die digitale Entwicklung des Landkreises Landshut geht gut voran. Das findet auch das zuständige Staatsministerium für Digitalisierung. Es hat das Landratsamt Landshut deshalb im Jahr 2023 mit dem Prädikat „Digitales Amt“ ausgezeichnet. Ein Zwischenziel, das motiviert, weitere Projekte in Angriff zu nehmen, zumal gerade das Thema KI für die Verwaltung wohl von großer Bedeutung sein wird.

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