3.700 Zweitjobber ...
zweitjobber kastengibt es derzeit in Landshut, 95 % mehr als vor zehn Jahren, meldet die NGG. weiterlesen  
55 % für MdL Radlmeier
CSU RadlmeierLT-Direktkandidat. weiterlesen
SPD-Stadträte warnen ...
spd räte kastenvor dramatischer Entwicklung des Wohnungsmarktes, fordern städt. Wohnungsbau weiterlesen
Aktionstag am 21.10. vor
betonflut kastendem Rathaus. Werbung für ein Volksbegehren. weiterlesen
Marco Altinger (38) ...
Marco Altinger TitelUnternehmer, Karate Lehrer, WEMID Prä- sident und Ex-Polizist ist FDP-Direktkandidat . weiterlesen

Am Dienstag entscheiden 100 Delegierte über den CSU-DIREKTkandidaten im Stimmkreis Landshut: Helmut RADLMEIER (51) oder Florian HÖLZL (32)

helmut landtag florian landtagStadt und Landkreis Landshut (14.10.2017) Die Bundestagswahl ist gelaufen. Florian Oßner (37), daheim in Velden, wie auch die neugewählte FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer (30), musste bei seiner Wahl erstmals ohne Rückenwind durch einen CSU-OB und einen CSU-Landrat auskommen. Sein Wahlergebnis entspricht dem CSU-Landesdurchschnitt. Am Dienstagabend, 17. Oktober, wird in Eugenbach mit der Wahl des CSU-Direktkandidaten für die Landtagswahl 2018 die nächste Runde eingeläutet.

Florian Oßner hat nur im Landkreis Kelheim besser abgeschnitten, wo seit dem 1. November mit Martin Neumeyer (62) ein Mann aus den Reihen der CSU am 17. September 2016 die Landratswahl gewonnen hat. Kelheim wurde zuvor zwei Jahrzehnte lang von einem Landrat der Freien Wähler (Faltermeier) regiert.

Neumeyer wechselte zum 1. November 2017 aus dem Landtag auf den Chefsessel des neugebauten Kelheimer Landratsamtes. Beerbt hat ihn im Landtag der junge Nachrücker auf der CSU-Liste, Florian Hölzl, aus Pfeffenhausen, Gemeinderat, Ortsvorsitzender, Kreisrat, Jurist, zuletzt Regierungsrat am Landratsamt in Straubing-Bogen. Florian Hölz, noch Mitglied der Jungen Union, hat rasch ein Abgeordnetenbüro in Altdorf eingrichtet und dort einen tüchtigen Büroleiter engagiert. Er begann sofort mit einer Vorstellungstour bei den Bürgermeistern und großen Vereinen, Verbänden. Sein Mandat würde schon mit der Landtagswahl 2018 wieder enden, wenn er nicht die Chance ergreifen würde, im Stimmkreis Landshut, das ist die Stadt Landshut, die unmittelbaren Umlandgemeinden und der nördliche Landkreis, Direktkandidat der CSU zu werden.

Darüber wird am Dienstag (17.10.) in Eugenbach entschieden. Da wird gern auch an die Entscheidung über die Direktkandidatur vor der Bundestagwahl 2013 erinnert. Damals hat der 31-jährige Oßner in einer Kampfabstimmung Gertraud Goderbauer aus Ergolding ausgestochen, Sie wollte vom Landtag, dem sie seit 2002 in der Nachfolge von Josef Eppeneder angehörte, in den Bundestag wechseln. Oberbürgermeister Hans Rampf hatte aus der Sicht der Stadt Landshut in seiner Amtszeit herzlich wenig von der CSU-Abgeordneten. Sie war z.B. die treibende Kraft, dass im Landkreis, in ihrer Heimatgemeinde Ergolding, gegen den Willen der Stadt Landshut ein neues Gymnasium gebaut wurde.

2013 wurde also der Landshuter CSU-Vorsitzende Helmut Radlmeier, Jahrgang 1966, Direktkandidat und auch mit einem stattlichen Ergebnis in den Landtag gewählt. Das war von jeher sein Traumjob, nicht das OB-Amt. Da hat er mit nur 37 %  mehr als deutlich gegen den FDP-Kandidaten Alexander Putz (63 %) verloren. Zuvor schon hat sich ein Teil seiner Stadtratsfraktion als "Landshuter Mitte" verselbständigt. Mit der verlorenen OB-Wahl war der Scherbenhaufen komplett. Radlmeier trat im Frühjahr nicht mehr als Vorsitzender an. Das wurde jetzt der erst 31-jährige Thomas Haslinger, der bei seiner Bewerbungsrede jedoch hoch und heilig im Bernlochnersaal versicherte, Helmut Radlmeier voll und ganz als Direktkandidaten der Landtagswahl zu unterstützen. Nun ja, die Stadt stellt am Dienstag nur 36 Delegierte, der Landkreis 64. Die CSU im Landkreis will möglichst bald wieder einen CSU-Landrat, Das soll Florian Hölzl werden. Als Landtagsabgordneter kann man sich dafür am besten aufbauen. so war es ja auch bei Eppeneder und in der Stadt Landshut bei Deimer sowie zulezt bei Neumeyer im Landkreis Kelheim.

Landshut war ehedem mit überregionalen Mandaten verwöhnt. OB Deimer hatte seine ganze Amtszeit lang immer einen CSU-Bundestagsabgeordneten aus der Stadt (erst Zimmermann, dann Götzer), einen CSU-Landtagsabgeodneten (zuletzt Herbert Huber, immerhin Staatskanzleichef) und im Bezirkstag immerwährend Manfred Hölzlein, dort sogar viele Jahre lang Bezirkstagspräsident. Dazu kam zeitweise mit Ingeborg Pongratz (zwei Amtsperioden) eine weitere Landtagabgeordnete. Und jetzt? Das Bezirsktagsmandat ging 2013 mit Martina Hammerl nach Ergolding, das Bundestagsmandat in den Landkreis (Oßner) und plötzlich steht auch noch das Direktmandat von Helmut Radlmeier im Landtag im Feuer.

Helmut Radlmeier gilt als bestens vernetzt, weit über die Stadtgrenzen hinaus. Freilich zweifeln sogar bekannte CSU-Stadträte. Zu tief sei der Graben innerhab der Landshuter CSU. Dankbarkeit sei wiederum bei Parteien ein Fremdwort. Die Landshuter CSU - namentlich CSU-Chef Thomas Haslinger und JU-Chef Ludwig Schnur - will sich vor allem im Hinblick auf die OB- und Stadtratswahl 2020 völlig neu aufstellen, total verjüngen. Bei der Eröffnung der Niederbayernschau nahm Haslinger demonstrativ an der Seite von MdL Florian Hölzl Platz. Haslinger ist kein Delegierter am Dienstag, auch Fraktonschef Rudolf Schnur nicht, auch der junge Ludwig Schnur nicht und auch nicht ein Stadtrat Ludwig Zellner. Vom ganzen CSU-Vorstand (18) sind immerhin neun am Dienstag Delegierte. Also wird es eng, wenn man hier und dort seine Getreuen nachzählt.

Nun ja, an Landtagabgeordneten fehlt es im Stimmkreis Landshut nicht: Da sind ja auch noch Jutta Widmann, Hubert Aiwanger (beide Freie Wähler), Ruth Müller (SPD), Rosi Steinberger ( die Grünen) und gute Chancen hat 2018 ja auch FDP-Kandidat Norbert Hoffmann (34) ein waschechter Landshuter und enger Freund von OB Alexander Putz.

Bis zur Landtagswahl bleiben Radlmeier wie Hölzl Abgeordnete. Ob einer von beiden dann über die Liste in den Landtag einziehen könnte, ist wohl eher unwahrscheinlich, weil sich die Chancen der CSU auf ein Wahlergebnis nahe an 50 % durch die rechtspopulistische AfD und die wiedererstarkte FDP schmerzlich verschlechtert haben. Helmut Radlmeier benötigt am Dienstag die einfache Mehrheit der Delegierten, er benötigt zu den 36 Delegierten-Stimmen aus Landshut Stadt noch 15 aus dem Landkreis. Nicht mehr und nicht weniger. Er ist 19 Jahre älter als Florian Hölzl. Er hat also einen großen Vorsprung an Erfahrung. Das könnte sich auszahlen. /hs                                                 

RSS-Abo