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Bis 18 Uhr sind alle Wahllokale geöffnet. Landshut kann, weil auch drei Bürgerentscheide anstehen, mit einer kleinen Rekordwahlbeteiligung rechnen

dreifaltigkeit wahlplakate zwei

Werbung mit Plakaten ist nach wie vor sehr beliebt. Nur die Freien Wähler plakatieren auch ihre Listenkandidatin Annette Walter-Kilian an der Seite von Direktkandidat Hubert Aiwanger. Die Plakate zu den drei Bürgerentscheiden sind eher bescheiden, aber durchaus gut gemacht. 

Landshut (24.09.2017) Ein schöner Herbstsonntag. Was liegt da näher als einen Spaziergang zum Wahllokal zu machen. Bundesweit wird es ja wohl in erster Linie zwei Wahlgewinner geben: Die Altenative für Deutschland (AfD) und die Liberalen, die bei der letzten Bundestagswahl kläglich an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert sind und im gleichen Jahr auch den Wiedereinzug in den Bayerischen Landtag nicht mehr geschafft haben.

Heute wird die AfD wohl mit großer Wahrscheinlichkeit ein Ergebnis deutlich über 10 Prozent errreichen und hinter der CDU/CSU und der SPD drittstärkste Kraft werden. 

Im Wahlkreis 228 Landshut-Kelheim wird wohl nur CSU-Kandidat Florian Oßner (36) wieder in den Bundestag einziehen. Die FDP-Kandidatin Nicola Bauer, wie Oßner in Velden daheim, bräuchte mit ihrem Listenplatz 10 bayernweit ein FDP-Ergebnis um die 11 Prozent, um am Montag als neue Bundestagabgeordnete nach Berlin fahren zu können.

Bei der SPD ist Ex-Bürgermeister Gerd Steinberger für die Kandidatin Anja König besonders optimistisch. Er traut ihr bis zu 20 Prozent zu. Freilich ist ihr Listenplatz viel zu schlecht, um schon diesmal das Bundestagsmandat zu bekommen. Der letzte SPD-Abgeordnete in Berlin war - von 1976 bis 2005 - Horst Kubatschka.   

Bei den Grünen trat ja der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gambke (66) nicht mehr an. Er ist derzeit die zweite Amtsperiode (2009 bis 2017) als Wirtschafts- und Finanzexperte im Deutschen Bundestag. Offiziell firmierte er auch als Mittelstandssprecher seiner Partei bzw. seiner Bundestagsfraktion. Die grüne Kandidatin Petra Seifert aus Altdorf, Kreisvorsitzende, Kreisrätin und 2014 auch Landratskandidatin, hat ebenfalls einen zu schlechten Listenplatz, um selbst mit einem Traumergebnis ein Bundestagsmandat zu erreichen.

Der AfD-Kandidat aus dem Wahlkreis 228, Günter Straßberger, wohnhaft in Altdorf, der bisher auf lokaler Ebene noch nicht durch sachpolitische Arbeit aufgefallen ist, kann ebenfalls nicht mit einem Bundestagsmandat rechnen. Vielleicht erleben wir ihn 2018 erneut als Landtagskandidat und 2020 als Bewerber für den Gemeinderat und den Kreistag. Er war früher Kreisrat für die FDP im Landkreis Erding.

Als parteipolitisches Schwergewicht tritt der Landes- und Bundesvorsitzende der FDP. Hubert Aiwanger (46), seit 2009 auch Landtagsabgeordneter, als Direktkandidat im Wahlkreis Landshut-Kelheim an. Er müßte eigentlich nach Florian Oßner (CSU) das zweitbeste Ergebnis erzielen können. Doch seine Partei hat ansonsten auch bei dieser Bundestagswahl noch keine Chance, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen. Aiwanger ist sicher 2018 wieder Spitzenkandidat bei den Landtagswahlen.

Überraschend gut schlug sich der Bundestagskandidat der Linken Erdan Dinar. In der Nachberichterstattung zur Podiumsdiskusion am Dienstagabend wurde Dinar von den Journalisten zum Tagessieger erklärt. Der 37-jährige überzeugte rhetorisch und sachpolitisch. Er ist in Weißenburg Stadt- und Kreisrat und schreibt derzeit an einem Buch über die Kurden. In sein Heimatland Türkei kann er aktuell nicht fahren. "Ich würde an der Grenze sofort verhaftet werden". so Dinar. Er denkt schon an die nächsten Wahlen - Landtagwahl (2018), Europawahl (2019) und die Bundestagswahl 2021. Dinar will auf alle Fälle weiterhin ein überregionales Mandat anstreben. 

Die Kandidaten der ÖdP (Stefan Zellner) und der Bayernpartei (Florian Geienfelder) traten im Wahlkampf kaum in Erscheinung. Auch bei der Podiumsdiskussion am Dienstag in der Alten Kaserne (300 Besucher) konnte der ÖDP-Kandidat kaum punkten. Der BP-Kandidat fehlte (erkrankt).       

Ansonsten blieb der Wahlkampf ohne besondere Vorkomnisse, sieht man von der massenhaften Zerstörung sowie Verunstaltung von Plakaten ab. Für Schlagzeilen sorgte lediglich die Torten-Attacke eines 35-jährigen auf den AfD-Kandidaten Straßberger (54) am Sonntagvormittag vor dem Gasthaus "Drei Ritter" in der Johannisstraße 9.

Also, die große Region Landshut-Kelheim wird künftig nur mehr durch den CSU-Abgeordneten Florian Oßner im Bundestag vertreten sein. Lang, lang ist es her als noch drei Abgeordnete aus dem Wahlkreis Landshut-Kehlheim mehrere Amtsperioden lang in Bonn bzw. in Berlin aktiv waren: Das waren zuletzt MdB Dr. Wolfgang Götzer (CSU - 1984 bis 87 und 1990 bis 2009), Horst Kubatschka (SPD - 1990 bis 2005) sowie Hans Paintner aus Tiefenbach (FDP - 1976 bis 1994). Von 2009 bis 2013 hatte sogar die hiesige Linke eine Bundestagsabgeordnete (Kornelia Möller) und von 2009 bis 20017 ist Dr. Thomas Gambke für die Grünen im Bundestag. Er war ehemals Firmenchef bei Schott. /hs 

   

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