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Über das "schwache Herz" gesprochen. Zahlreiche Besucher beim HERZTAG am Kankenhaus Achdorf

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Landshut. Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Hörsaal des Krankenhauses Landshut-Achdorf am vergangenen Samstag, als das Experten-Team um Prof. Dr. Bernhard Zrenner, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und internistische Intensivmedizin, über Ursachen, Symptome, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten bei einem geschwächten Herz informierte.

Die Ärzte zeigten zudem auf, wie trotz Herzschwäche langfristig hohe Lebensqualität erreicht werden kann.

„In Deutschland sind jährlich rund 400.000 Behandlungen in Krankenhäusern aufgrund von Herzschwäche notwendig“, sagte Oberarzt Dr. Maximilian Winhard im Rahmen des ersten Vortrags des diesjährigen Herztages am Krankenhaus Landshut-Achdorf. Er erklärte die Symptome einer Herzinsuffizienz: Atemnot bei körperlicher Belastung, Müdigkeit, Wassereinlagerungen und Herzrhythmusstörungen. „Nehmen Sie diese Symptome ernst, gehen Sie zum Hausarzt und lassen Sie sich gegebenenfalls zum Kardiologen überweisen“, so Dr. Winhard. „Denn nur mittels EGK, Ultraschall und weiterer Untersuchungen kann eine Herzschwäche diagnostiziert und therapiert werden.“

Oberarzt Dr. Josef Haimerl ging in seinem Vortrag auf die Ursachen einer Herzschwäche ein, beispielsweise als Folge eines Herzinfarkts, von Bluthochdruck oder einer koronaren Herzkrankheit. „Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen einer akuten und einer chronischen Herzinsuffizienz“, so Dr. Haimerl. Die akute Herzinsuffizienz tritt innerhalb von Minuten oder wenigen Stunden auf, führt zu massiven Beschwerden und bedarf der dringlichen Untersuchung und medikamentösen Behandlung im Krankenhaus. „Die chronische Herzinsuffizienz hingegen weist weniger ausgeprägte Symptome auf und erstreckt sich über einen längeren Zeitraum“, sagte Dr. Haimerl. Er informierte auch über die medikamentöse Therapie bei Herzschwäche und ging auf die verschiedenen Medikamente zur Entschleunigung des Herzens ein – beispielsweise Beta-Blocker wie Metoprolol oder Bisoprolol, ACE-Hemmer wie Ramipril, Diuretika und neuere Substanzen wie Ivabradin, Entresto und Digitalis. „Die Medikamente schützen unser Herz, indem sie dieses entlasten – dafür müssen sie aber regelmäßig und dauerhaft eingenommen werden“, so Dr. Haimerl.

Über die Interventionen bei Klappenerkrankungen zur Behandlung von Herzschwäche sprach Leitender Oberarzt Dr. Stylianos Pyxaras. „Erkrankungen der Herzklappen können bis ins mittlere und hohe Alter unbemerkt bleiben“, sagte er und erläuterte die Beschwerden bei Herzklappenerkrankungen. Außerdem zeigte er auf, wie Herzklappen ohne offene Operation sondern mittels Katheter „repariert“ werden können. „Die Behandlung mittels Katheter ist besonders für ältere Patienten geeignet, da sie ein geringes OP-Risiko mit sich bringt und langfristig die Lebensqualität deutlich erhöht“, so Dr. Pyxaras.

„Die Herzschwäche ist ein Pumpversagen – das Herz kann nicht das benötigte Volumen durch den Körper pumpen“, sagte Oberarzt Stefan Borov zu Beginn seines Vortrags und informierte über die Gerätetherapie bei Herzschwäche. Konkret berichtete er über das Lucas-System bei der Reanimation und das Impella-System, eine kleine Pumpe mit Motor, die per Katheter in die Leiste eingeführt wird. Borov sprach auch über den plötzlichen Herztod, den sog. Sekundentod: „10 Prozent Überlebenschance haben Patienten, die alleine vom plötzlichen Herztod überrascht werden – bei 30 Prozent liegt die Überlebenschance von Patienten, bei denen jemand dabei ist und erste Hilfe leistet.“ Im Rahmen seines Vortrags stellte er außerdem ein von Forschern in der Schweiz entwickeltes künstliches Herz vor – trotz modernster Technik hält dieses jedoch nur 3.000 Schläge stand. „Jetzt wissen Sie, welches Geschenk Sie im Brustkorb tragen“, so Borov.

Zum Abschluss des diesjährigen Herztages sprach Chefarzt Prof. Dr. Bernhard Zrenner über die Ablationsbehandlung von Rhythmusstörungen. „Es gibt verschiedene Rhythmusstörungen, die zu Herzrasen führen“, so Prof. Dr. Zrenner. „Lebensgefährliche Störungen sind Kammertachykardie oder Kammerflattern.“ Das Risiko für Vorhofflimmern nimmt mit dem Alter zu, fast zehn Prozent aller über 75-jährigen leiden darunter. Die Gefahr bei Vorhofflimmern liege besonders darin, dass sich Blutgerinnsel bilden können, die zu einem Schlaganfall führen können. „Bei den meisten Patienten führt eine erfolgreiche Ablation zu einer verbesserten Leistung der Pumpfunktion“, sagte Prof. Dr. Zrenner.

Zahlreiche Besucher stellten im Anschluss an die Vorträge ihre persönlichen Fragen an die Referenten.

Im Bild oben: Oberarzt Dr. Josef Haimerl, Oberarzt Dr. Stylianos Pyxaras, Chefarzt Prof. Dr. Bernhard Zrenner und Oberarzt Stefan Borov informierten beim diesjährigen Herztag rund um das schwache Herz.

Bildquelle: LAKUMED Kliniken

 

 

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