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Resistente Keime im Geflügelfleisch: Die Grünen sind über Verwendung von Reserveantibiotika alarmiert

(13.09.2017) Hähnchen- und Putenfleisch, das im Einzelhandel erhältlich ist, ist nach wie vor in hohem Maße mit antibiotikaresistenten Keimen belastet, das geht aus einer parlamentarischen Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion hervor, aus der BR Recherche zitiert. Für die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Rosi Steinberger sind die Ergebnisse alarmierend: "Wenn man in jedem zweiten Hähnchen resistente Keime findet, heißt das, dass man in deutschen Geflügelfarmen resistente Keime geradezu heranzüchtet."

Besonders im Fokus steht in diesem Zusammenhang das Reserveantibiotikum Colistin. "Dieses wird teilweise in hoher Aufwandmenge verabreicht und sollte in das nationale Rückstandskontrollprogramm aufgenommen werden", fordert Rosi Steinberger.

"Reserveantibiotika können Leben retten, wenn alle anderen Antibiotika versagen. Was wir allerdings brauchen, ist eine genaue Übersicht über die Verwendung von Antibiotika. Mengenangaben alleine helfen nicht weiter. Wir wollen wissen, wie viele Tiere damit behandelt wurden. Nur so kann verhindert werden, dass Geflügelfleisch in so hohem Maße mit antibiotikaresistenten Keimen belastet ist", so Rosi Steinberger abschließend.

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